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Übergewicht und Adipositas bei Kindern und Jugendlichen

Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz (impact factor: 0.66). 04/2012; 53(7):653-665. DOI:10.1007/s00103-010-1082-3 pp.653-665

ABSTRACT Die Prävalenz von Übergewicht und Adipositas ist weltweit deutlich angestiegen. Dabei ist eine Zunahme der Adipositasprävalenz
nicht nur bei Erwachsenen, sondern auch bei Kindern zu beobachten. Die Publikationen zur Prävalenz von Übergewicht und Adipositas
beziehen sich jedoch auf jeweils unterschiedliche Altersgruppen, uneinheitliche Erhebungsmethoden und Daten, die in verschiedenen
Zeiträumen erhoben wurden. Zudem werden unterschiedliche Referenzsysteme zur Klassifikation von Übergewicht und Adipositas
eingesetzt, was einen weltweiten Vergleich zusätzlich erschwert. Im vorliegenden Beitrag werden diese Probleme genauer erörtert
und verschiedene Referenzsysteme vorgestellt sowie deren Auswirkung auf die Einstufung von Übergewicht und Adipositas und
somit auf die Prävalenzabschätzung illustriert. Abschließend werden auf Basis der zur Verfügung stehenden weltweiten Daten
Karten zur Verteilung der Übergewichts- und Adipositasprävalenz bei Kindern und Jugendlichen erstellt und kritisch diskutiert.
Auch wenn man davon ausgehen kann, dass diese Daten unter Einhaltung der bestmöglichen Qualitätsstandards erhoben wurden,
beeinträchtigt das Fehlen eines standardisierten Studienprotokolls die Vergleichbarkeit der Daten zwischen den Ländern. Offensichtliche
Einschränkungen ergeben sich diesbezüglich durch die Verwendung verschiedener Referenzsysteme, variierender Stichprobenpläne
und unterschiedlicher Altersgruppen. Weniger offensichtliche Limitationen resultieren beispielsweise aus den verschiedenen
Verfahren zur Messung anthropometrischer Parameter bis hin zu der Tatsache, dass zum Teil Gewicht und Größe nicht gemessen,
sondern lediglich abgefragt werden.

There is a worldwide increase of overweight and obesity not only in adults, but also in children. Data used to estimate prevalence
are, however, collected in differing age groups using nonstandardized measurements and instruments and refer to differing
time periods. Moreover, various reference systems to classify overweight and obesity exist, thus, adding to the difficulty
in comparing countries. In this paper, these problems are discussed in detail. The most common reference systems are introduced,
and their impact on the estimation of the prevalence of overweight and obesity is demonstrated. Based on available data of
the global situation, maps that depict the worldwide distribution of the prevalence of overweight and obesity in children
and adolescents are presented. Finally, these maps will be discussed critically. Although it may be assumed that these data
are collected according to the best quality standards available, the lack of a unified protocol to conduct studies on childhood
obesity hampers the comparability of data between countries. Obvious limitations in that respect are the use of different
reference systems, differing sampling schemes, and differing age groups. More subtle limitations result from, e.g., different
measurement methods, including self-reported weight and height.

SchlüsselwörterAdipositasprävalenz-Epidemiologie der Adipositas-Geografische Verteilung-Kinder-Jugendliche-Referenzsysteme-Kompetenznetz Adipositas
KeywordsYoung children-Adolescents-Epidemiology of obesity-Geographic distribution-Prevalence of obesity-Reference systems-Competence Network on Obesity

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