Article

Möglichkeiten der intraoperativen Diagnostik mit einem fahrbaren Computertomographen

Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Universitätsklinikum Tübingen, Osianderstraße 2–8, 72076 Tübingen, Germany
Mund- Kiefer- und Gesichtschirurgie 05/2012; 6(5):346-350. DOI:10.1007/s10006-002-0406-3 pp.346-350

ABSTRACT Hintergrund. Computertomographische Untersuchungen erlauben eine v. a. im Kopf- und Halsbereich bedeutsame überlagerungsfreie Darstellung
anatomischer Strukturen. In der Regel genügt eine präoperative Untersuchung zur Beurteilung des Ausgangszustands, bei bestimmten
Indikationen ist jedoch eine intraoperative Kontrolle des Behandlungserfolgs wünschenswert.

Methode. Wir beurteilten die Möglichkeiten der Untersuchung mit Hilfe des fahrbaren Computertomographen Tomoscan M (Philips Medical
Systems, Eindhoven, NL). Dieses auf Rollen gelagerte Gerät kann aufgrund seiner in, bezogen auf die Körperachse des Patienten,
axialer Richtung durchführbaren Bewegung der Gantry in Kombination mit den meisten Operationstischen eingesetzt werden. Als
Stromversorgung genügt eine reguläre Stromzuführung (220 V, 20 A).

Patienten und Ergebnisse. Der fahrbare Computertomograph kam an unserer Klinik bislang in 6 Fällen für die intraoperative Diagnostik ausschließlich
traumatologischer Eingriffe zum Einsatz. In diesen ausgewählten Fällen erlaubte die intraoperative Schichtbildgebung eine
sehr gute Kontrolle der Fragmentstellung nach Reposition. Insbesondere aus strahlenhygienischen Gründen kann keine mehrfache
Kontrolle des Behandlungserfolgs stattfinden. Die Gantry ermöglichte eine ausschließlich axiale Schichtführung, eine sekundäre
koronare Rekonstruktion war nur mit hohem Zeitaufwand und unzureichender Bildqualität durchführbar.

Schlussfolgerungen. Die Verwendung überlagerungsfreier Schichtbilder hat sich zur intraoperativen Kontrolle des Therapieergebnisses bewährt.
Jedoch rechtfertigt der hohe technische Aufwand bei eingeschränktem Indikationsspektrum keine routinemäßige Verwendung dieser
Methode.

Aims. The possibility of performing intraoperative computed tomography may add to the safety and efficiency of some maxillofacial
procedures. It would be preferable for intraoperative image data acquisition to be available to a surgeon on demand for immediate
control of therapy results.

Methods. In a pilot study, the use of a mobile computed tomographic scanner (Philips Tomoscan M, Philips Medical Systems, Eindhoven,
Netherlands) was evaluated in our unit. The scanner is equipped with wheels, draws power from wall outlets in combination
with batteries, and has a translating gantry.

Results. Experience to date with six patients has confirmed the feasibility of intraoperative CT. All patients operated on were treated
for craniofacial trauma. The CT images showed good spatial resolution. In all cases, visualization of the correct fragment
position was excellent without causing significant delay of the operative procedure.

Conclusions. Intraoperative computed tomography could be the new state-of-the-art method for direct control of treatment results in maxillofacial
traumatology. Nevertheless, the high expenses for installation of such technical infrastructure has to be pointed out; therefore,
the routine use of this technique might be questioned.

Computertomographie Traumatologie Intraoperative BilddatenakquisitionComputed tomography Traumatology Intraoperative image data acquisition

0 0
 · 
0 Bookmarks
 · 
24 Views

Keywords

6 Fällen für
 
bezogen auf
 
Computertomographische Untersuchungen erlauben eine
 
craniofacial trauma
 
CT images
 
der Regel genügt eine präoperative Untersuchung zur Beurteilung des Ausgangszustands
 
diesen ausgewählten Fällen erlaubte
 
Dieses auf Rollen gelagerte Gerät kann aufgrund seiner
 
good spatial resolution
 
intraoperative computed tomography
 
intraoperative image data acquisition
 
Körperachse des Patienten
 
mobile computed tomographic scanner
 
Möglichkeiten der Untersuchung mit Hilfe des fahrbaren Computertomographen Tomoscan M
 
new state-of-the-art method
 
operative procedure
 
Patienten und Ergebnisse
 
Philips Medical Systems
 
Philips Tomoscan M
 
unserer Klinik bislang
 

J Hoffmann