Interventionelle Tumordestruktion durch thermische Verfahren
ABSTRACT Moderne onkologische Therapiekonzepte basieren auf den Standardsäulen der chirurgischen Resektion, der
systemischen Chemo-, Hormon- und
Immuntherapie sowie radioonkologischer Therapieverfahren. Auf dem
Gebiet der interventionellen Onkologie werden thermische Ablationsverfahren wie laserinduzierte Thermotherapie (LITT), Radiofrequenzablation (RFA), Mikrowellenablation
(MWA), Kryotherapie und katheterbasierte vaskuläre Therapieverfahren wie transarterielle Embolisation
(TAE), transarterielle Chemoembolisation (TACE), transarterielle hepatische regionale Chemotherapie (HAI) und Radioembolisation (selektive interne Radioembolisation, SIRT) zusammengefasst
- Citations (56)
-
Cited In (0)
-
Re-currenceandoutcomesfollowinghepaticresection ,radiofrequencyablation,andcombined resection/ablationforcolorectallivermetastases. Abdallaek, Vautheyjn . AnnSurg239 818-825.
-
Solita- rycolorectallivermetastasis:resectiondetermines outcome. Aloiata, Vautheyjn . ArchSurg141 460-466.
-
Resec- tionversuslaparoscopicradiofrequencythermal ablationofsolitarycolorectallivermetastasis. Berbere, Tsinbergm . J GastrointestSurg 12 1967-1972.
Page 1
Onkologe 2010 · 16:1086–1094
DOI 10.1007/s00761-010-1901-z
Online publiziert: 10. Oktober 2010
© Springer-Verlag 2010
T.J. Vogl1 · C. Lee1 · N.E. Nour-Eldin1 · P. Farshid1 · M.G. Mack1 · J. Balzer2
1 Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie,
Universitätsklinikum Frankfurt/Main
2 Katholisches Klinikum Mainz, St. Vincenz und Elisabeth Hospital, Mainz
Interventionelle
Tumordestruktion durch
thermische Verfahren
Leitthema
Moderne onkologische Therapiekon-
zepte basieren auf den Standardsäu-
len der chirurgischen Resektion, der
systemischen Chemo-, Hormon- und
Immuntherapie sowie radioonkolo-
gischer Therapieverfahren. Auf dem
Gebiet der interventionellen Onko-
logie werden thermische Ablations-
verfahren wie laserinduzierte Thermo-
therapie (LITT), Radiofrequenzabla-
tion (RFA), Mikrowellenablation
(MWA), Kryotherapie und katheter-
basierte vaskuläre Therapieverfah-
ren wie transarterielle Embolisation
(TAE), transarterielle Chemoemboli-
sation (TACE), transarterielle hepa-
tische regionale Chemotherapie (HAI)
und Radioembolisation (selektive in-
terne Radioembolisation, SIRT) zu-
sammengefasst.
Im Unterschied zur Hyperthermie mit ap-
plizierten Temperaturen bis zu 43°C wer-
den bei der ablativen Thermotherapie
intratumoral und periläsional Termpera-
turen von 60°C bis maximal 81°C erzielt,
selten auch höhere Temperaturen [12].
Die Indikation für die thermischen Ab-
lationsverfahren stellen in der Regel on-
kologische Erkrankungen dar, mit entwe-
der fehlender Möglichkeit einer chirur-
gischen Resektion von Leber- und Lungen-
malignomen oder dem Progress bei sys-
temischer Chemo- oder Immuntherapie
oder lokalisierter Radiatio.
Auf der Basis von palliativen, kurativen
und neoadjuvanten Therapiestrategien
soll im Folgenden die Indikation für die
Thermoablation bei Leber- und Lungen-
tumoren vorgestellt werden.
Lebermetastasen stellen bei Patienten
mit kolorektalem Karzinom ein häufiges
Problem dar: 20% der Patienten leiden
zum Zeitpunkt der Diagnose eines kolo-
rektalen Karzinoms synchron an einer
Lebermetastasierung, bei bis zu 50% der
Patienten entwickeln sich sog. metachro-
ne Lebermetastasen.
Die chirurgische Resektion, die eine
etablierte Methode in der Therapie der
Lebermetastasen darstellt, erzielt Fünf-
jahresüberlebensraten von 25–38%; in der
Literatur wird eine mittlere Überlebens-
zeit von 25–35 Monaten angegeben. In 60–
80% werden nach einer erfolgreichen Re-
sektion erneut (Rezidiv-)Metastasen fest-
gestellt. Zudem sind nur 10–20% der Pati-
enten mit Lebermetastasen eines kolorek-
talen Karzinoms resektabel.
Patienten, die aus verschiedenen
Gründen für eine chirurgische Thera-
pie nicht in Frage kommen, können ei-
ner ablativen Therapie wie der LITT, RFA
oder MWA zugeführt werden. Eine solch
minimal-invasive, ambulant durchführ-
bare Therapieoption bringt eine nied-
rigere Komplikationsrate mit sich und
kann in Lokalanästhesie durchgeführt
werden [12, 19, 22].
Auch für die Therapie von lokalisier-
ten primären und sekundären Lungen-
malignomen bietet die thermische Abla-
tion sinnvolle Therapiemöglichkeiten [1,
5, 7].
Indikation und Technik
der laserinduzierten
Thermotherapie (LITT)
Als Indikationen für eine LITT im Falle
einer Lebermetastasierung kolorektaler
Karzinome oder auch anderer Primärtu-
moren gelten ein Rezidiv von Lebermetas-
tasen nach partieller Leberresektion, Me-
tastasen in beiden Leberlappen, die nicht
resektabel sind, lokal chirurgisch nicht
zugängliche Metastasen, generelle Kontra-
indikationen einer chirurgischen Thera-
pie und/oder wenn der Patient in eine Re-
sektion nicht einwilligt.
Definitionsgemäß bedeutet das Ver-
fahren der laserinduzierten Thermo-
therapie (LITT), dass durch eingebrachte
Laserenergie eine thermische Zerstörung
von Tumoren resultiert. Dabei wird der
hypertherme Effekt um den koagulativen
Effekt ergänzt.
Mit LITT steht eine photothermische
Tumordestruktionstechnik zur Verfü-
gung, die es erlaubt, solide Tumorkonfi-
gurationen innerhalb parenchymatöser
Organe zu zerstören. Um der Zielstellung
der Tumorkoagulation gerecht zu werden,
muss ein angenähert sphärisches Gewebe-
volumen gleichmäßig erhitzt werden kön-
nen. Deshalb sind Applikationssysteme
definierter Raum-Abstrahlcharakteristik
entwickelt worden, die an ihrem distalen
Ende derart präpariert sind, dass sich eine
gleichmäßige, zirkumferente Abstrahlung
ergibt. Mit den herkömmlichen Applika-
toren können annähernd kugelförmige
Koagulationszonen mit einem Durch-
1086| Der Onkologe 11 · 2010
Page 2
messer von 20–25 mm erzielt werden [23,
30, 31, 32].
Applikationstechniken
Die perkutan applizierbaren Applikati-
onssysteme bestehen aus einem Scatte-
ring-Dome-Applikator, einem Schleusen-
system sowie einem thermostabilen Hüll-
katheter, über den der LITT-Applika-
tor steril und beliebig positionierbar ist.
Durch Weiterentwicklung des gespülten
Applikationssystems gelingt eine deut-
liche Vergrößerung der induzierbaren
Nekrose und damit eine Therapieoptimie-
rung. Das aktuell gebräuchliche System
besteht aus einem 9-French-Schleusen-
system mit speziellen Markierungen so-
wie einem 7-French-Hüllkatheter mit ge-
spültem Doppellumen. Neben einzelnen
Applikatoranwendungen kommen auch
Mehrfachanwendungen (Multiapplikatio-
nen) zum Einsatz. Dabei werden 2 bis 5
Applikatoren parallel in eine oder mehre-
re Läsionen geführt und simultan betrie-
ben. Eine Voraussetzung hierfür ist die
entsprechende Anzahl von Lasergeräten
oder Strahlenteilern. Dadurch kann die
Therapie von größeren malignen Prozes-
sen zeitlich wesentlich verkürzt werden.
Aktuell beträgt die durchschnittliche In-
terventionszeit in unserem Institut etwa
1 h pro Patient. An einem Interventions-
tag werden bis zu 12 Patienten behandelt.
Komplikationen
In einer retrospektiven Studie von Vogl
et al. [31] wurden 603 Patienten evalu-
iert, die aufgrund von Lebermetastasen
(n=1801) eines kolorektalen Karzinoms
mittels LITT (insgesamt 1555 Therapiesit-
zungen) behandelt wurden. Es werden 29
klinisch relevante Komplikationen ange-
geben: intraperitoneale Blutung in 0,1%,
Pleuraerguss in 1,1%, Leberabszess in 0,4%,
Pneumothorax in 0,1%, Gallengangsver-
letzung in 0,1% sowie bronchobiliäre Fistel
in 0,1% aller Therapiesitzungen. Die allge-
meine Komplikationsrate lag bei 1,5%. Au-
ßer in 2 Todesfällen waren die Komplika-
tionen nicht schwerwiegend und konn-
ten entweder mittels Drainage, perkuta-
ner Gallengangsrekonstruktion oder intra-
venöser Antibiotikagabe behandelt wer-
den. Bei allen Patienten konnte keine Tu-
Zusammenfassung · Abstract
Onkologe 2010 · 16:1086–1094 DOI 10.1007/s00761-010-1901-z
© Springer-Verlag 2010
T.J. Vogl · C. Lee · N.E. Nour-Eldin · P. Farshid · M.G. Mack · J. Balzer
Interventionelle Tumordestruktion durch thermische Verfahren
Zusammenfassung
Der vorliegende Beitrag stellt interventionelle
Therapieverfahren auf der Basis thermischer
Ablationsverfahren wie Radiofrequenzab-
lation (RFA), laserinduzierte Thermothera-
pie (LITT) und Mikrowellenablation (MWA)
für die palliative Therapie von malignen pri-
mären und sekundären Leber- und Lungen-
tumoren vor. Er befasst sich mit der verglei-
chenden Bewertung der lokalen Tumorkon-
trollraten, Langzeitüberlebensraten (LÜR),
das progressionsfreie Überleben („progressi-
on-free survival“, PFS) und Komplikationen.
Bei Lebermetastasen des kolorektalen Kar-
zinoms (CRC) liegen die Daten für RFA, LITT
und MWA für die lokale Tumorkontrollrate
bei jeweils ca. 85%, 95% und 93%, die LÜR
bei 22, 37 und 32 Monaten und das PFS bei
84, 97 und 93 Monaten. Neue Studien zeigen
verbesserte Ergebnisse bei Kombinationen
mit systemischer und regionaler Chemothe-
rapie (TACE). Seltenere Indikationen für die
Thermoablation stellen lokale Rezidive von
Kopf-Hals-Malignomen, Lymphknoteninfil-
trationen und Beckenneoplasien dar.
Schlüsselwörter
Thermische Ablation · Laserinduzierte
Thermotherapie · Mikrowellenablation ·
Lebermetastasen · Lungenmetastasen
Interventional tumor destruction by thermal procedures
Abstract
The aim of this article is to present interven-
tional therapy methods based on thermal ab-
lation, such as radiofrequency ablation (RFA),
laser-induced thermotherapy (LITT) and mi-
crowave ablation (MWA) for palliative thera-
py of secondary malignant liver and lung tu-
mors. This report provides information on da-
ta about local tumor control rates, surviv-
al data, progression-free survival (PFS) and
complications. In liver metastases of colorec-
tal carcinoma (CRC) the local tumor control
rate is 85% for RFA, 95% for LITT and 93%
for MWA, long-time survival is 22 months for
RFA, 37 months for LITT and 32 months for
MWA, progression-free survival is 84 months
for RFA, 97 months for LITT and 93 months
for MWA. Recent studies showed improved
results with combined systemic and region-
al chemotherapy (e.g. TACE). Local recurrenc-
es of head and neck malignoma, lymph node
infiltration and pelvic neoplasia are less fre-
quent indications for tumor ablation.
Keywords
Radiofrequency ablation · Laser-induced
thermotherapy · Microwave ablation · Liver
metastases · Lung metastases
1087
Der Onkologe 11 · 2010 |
Page 3
morzellverschleppung entlang des Stich-
kanals nachgewiesen werden.
Vergleichende Bewertung
In derselben Studie von Vogl et al. [31]
konnte nachgewiesen werden, dass bei
Lebermetastasen eines kolorektalen Kar-
zinoms mit bis zu 5 Herden intrahepatisch
sowie einer Tumorgröße ≤5 cm die MR-
gesteuerte LITT ein medianes Überleben
von 3,8 Jahren nach der ersten Therapie
und von 4,4 Jahren nach der Diagnose ei-
ner Lebermetastasierung zu erzielen ver-
mochte (. Tab. 1, 2).
Vergleichend wird in einer Studie von
Nordlinger et al. [20] angegeben, dass bei
einer Analyse von 1568 Patienten, die an
Lebermetastasen litten und reseziert wur-
den, die Fünfjahresüberlebensrate bei 28%
lag. Vergleichend hierzu werden bei Pati-
enten, die an nicht resektablen Leberme-
tastasen eines kolorektalen Karzinoms er-
krankt waren und eine systemische oder
regionale Chemotherapie erhalten hat-
ten, mittlere und mediane Überlebens-
raten von 12,7–18,7 Monaten angegeben.
Die lokale Tumorkontrollrate wird ver-
gleichend zu anderen ablativen Verfah-
ren in derselben Studie als effektiver ein-
gestuft. Beispielsweise wurde nach RFA
eine lokale Rezidivrate zwischen 21,6%
für Metastasen bis zu 2,5 cm sowie 68,4%
für Läsionen größer als 4 cm festgestellt.
Neue Indikationen für die Durchführung
der LITT beinhalten Kombinationen mit
lokaler Chemotherapie wie Chemoper-
fusion und Chemoembolisation (TACE)
zum „downsizing“ und zur Devaskulari-
sation von Lebermetastasen [32]. Dies be-
trifft auch Indikationen wie die Therapie
von Lebermetastasen des Mammakarzi-
noms (LITT), neuroendokriner Metasta-
sen [29] und des hepatozellulären Karzi-
noms (HCC). Zusätzlich kommt es durch
die Destruktion mittels LITT auch zu ei-
ner Aktivierung der tumorspezifischen T-
Lymphozyten [30].
Klinisches Fallbeispiel für eine
kombinierte Therapie mittels TACE
und LITT bei Lebermetastasierung
Patientin, 39 Jahre, Z. n. Mammakar-
zinom links, Z. n. 4 Zyklen adjuvanter
Chemotherapie nach EC-Protokoll, Z. n.
Radiatio, Z. n. 3 Zyklen systemischer
Chemotherapie nach CMF-Protokoll: Ei-
ne Erstvorstellung in unserem Institut er-
folgte 03/08 bei bekannter hepatischer
und ossärer Metastasierung mit der Fra-
gestellung einer möglichen lokal-ablativen
Therapie mittels LITT mit vorgeschalteter
Devaskularisation mittels TACE bei soli-
tärer Lebermetastasierung im Segment
2/3, Durchmesser des Tumorherds bei
32×26 mm (. Abb. 1). Es erfolgte initial
eine Behandlung mittels TACE (Mitomy-
cin, Gemcitabine, Cisplatin) in 2 Zyklen.
Anschließend wurde die Patienten einma-
lig mittels LITT in 06/08 behandelt. Seit-
her erfolgte in Dreimonatsabständen ei-
ne Kontrolle des Therapieerfolgs bei voll-
Tab. 1 Übersicht über die mittels Thermoablation behandelten Patienten mit Lebermetastasen eines kolorektalen Karzinoms
ArbeitsgruppeJahrAnzahl
PatientenÜberleben (PFS)
TechnikProgressionsfreies Mittlere Über-
lebensrate (M)
ÜberlebensrateLokale Rerzidivrate
(%)
2,1–3
–
1,92,4
–
–
27
–
–
–
–
–
–
9
–
20
20
1 Jahr 3 Jahre 5 Jahre <2
9356
9456
––
––
8966,2
8726
– 20,2
9664
––
––
65 36
––
73,4851,09
91,446,4
3,1–4>4
Eickmeyer et al. [8]
Vogl et al. [31]
Wietzke-Braun et al. [35]
Vogl et al. [28]
Mahnken et al. [18]
Vyslouzil et al. [33]
Siperstein et al. [24]
Sørensen et al. [26]
Aloia et al. [3]
Berber et al. [4]
Gillams et al. [9]
Abdalla et al. [2]
White et al. [34]
Liang et al. [16]
Liang et al. [15]
MR-LITT magnetresonanzgesteuerte laserinduzierte Thermotherapie, US-LITT ultraschallgesteuerte laserinduzierte Thermotherapie, RFA Radiofrequenzablation.
2008
2004
2004
2000
2009
2009
2007
2007
2006
2006
2005
2004
2004
2006
2004
85
603
45
381
43
52
292
102
180
158
167
358
30
128
74
MR-LITT
MR-LITT
US-LITT
MR-LITT
RFA
RFA
RFA
RFA
RFA
RFA
RFA
RFA
RFA
Microwave 93
Microwave –
–
94.5
59
97,2
–
52
87
–
83,1
65
76
84
50
31,2
35
8,5
42,7
46
52
24
52
29,4
24
38
28
22
29,7
25
–
37
–
–
41,8
–
18,4
44
66
30
25
22
–
31,89
29
1,24,4
Tab. 2 Übersicht über die mittels Thermoablation behandelten Patienten mit Lungenmetastasen
ArbeitsgruppeJahrAnzahl
Patienten
Technik Progressionsfreies
Überleben (PFS)
Mittlere Über-
lebensrate (M)
Überlebensrate
1 Jahr
81
–
90
–
65
Lokale Rerzidivrate
(%)
3 Jahre
44
60
52
87,5
45
5 Jahre
27
45
52
–
–
Rosenberg et al. [23]
Chua et al. [5]
Soga et al. [25]
Inoue et al. [9]
Wolf [36]
LITT laserinduzierte Thermotherapie, RFA Radiofrequenzablation.
2009
2010
2009
2005
2008
64
148
39
21
50
LITT
RFA
RFA
RFA
Microwave
–
84
25
75
67
–
51
53
38,6
16,2
–
16
33
–
26
1088| Der Onkologe 11 · 2010
Leitthema
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ständiger Ablation des solitären Leber-
herds mittels MR-Bildgebung.
Indikation und Technik der
Radiofrequenzablation (RFA)
Die RFA gilt als die am meisten genutzte
nichtchirurgische Technik in der lokalen
Therapie von Lebermetastasen verschie-
dener Primärtumoren. Das Prinzip der
RFA beruht auf der Induktion einer ther-
mischen Destruktion im Tumorgewebe
durch Einbringung elektrischer Energie.
Ziel der Therapie mittels RFA ist eine ört-
liche Destruktion des Tumors sowie kon-
sekutiv die Verlängerung des Überlebens
bei möglichst geringen Nebenwirkungen
und Komplikationen. Die Anzahl der Tu-
morherde sollte nicht als limitierender
Faktor bei der Erwägung einer RFA gel-
ten, solange diese lokal erfolgreich behan-
delt werden können. In der Praxis wer-
den derzeit bis zu 5 Tumorherde behan-
delt. Bezüglich der Größe sollte ein Tu-
morherd in seiner längsten Achse 3–4 cm
nicht überschreiten, um eine komplette
Ablation zu erzielen.
Bei monopolaren Systemen werden
am Patienten Hautelektroden angebracht.
Durch einen Generator wird ein hoch-
frequenter Wechselstrom (375–480 Hz)
zwischen zwei Elektroden (bzw. im Fal-
le einer bipolaren Elektrode zwischen ih-
ren beiden Polen) erzeugt. Auf diese Wei-
se entsteht ein Spannungsfeld zwischen
den Hautelektroden und der unisolier-
ten Nadelspitze im Sinne eines geschlos-
senen Kreislaufs. Der nicht isolierte, ak-
tive Teil der Elektrode wird im Zentrum
des Tumors platziert. Bei der Verwen-
dung monopolarer Elektroden werden
eine oder mehrere Neutralelektroden ex-
tern auf die Haut aufgebracht, wohinge-
gen in einer bipolaren Elektrode bereits
beide Pole integriert sind.
Durch die Erzeugung eines elek-
trischen Spannungsfelds wird die intrazel-
luläre Ionenbewegung gesteigert. Die er-
höhte Bewegungsenergie der Ionen wird
durch erhöhte Reibung in die für eine Ne-
krose notwendige Wärmeenergie umge-
wandelt. Die Erwärmung führt zu einer
Proteindenaturierung und somit zu einem
potenziell irreversiblen Zelluntergang.
Ab Temperaturen von 50–55°C über
4–6 min kommt es zu irreversiblen Zell-
schäden, bei Temperaturen zwischen
60°C und 100°C kommt es zur Thermo-
oder Koagulationsnekrose. Essenzielles
Ziel der RFA ist es somit, im Tumorgewe-
be über eine Zeit von wenigstens 4–6 min
eine Temperatur von 50–100°C aufrecht-
zuerhalten. Ein weiterer wichtiger Punkt
ist es, nicht nur das Tumorgewebe selbst
zu zerstören, sondern auch einen Rand-
Abb. 1 8 Klinisches Fallbeispiel einer Patienten mit Z. n. Mammakarzinom. a Bekannte ossäre und solitäre Lebermetastasie-
rung im Segment 2/3, kontrastmittelverstärkte MRT. Deutlich Kontrastmittel aufnehmender, hypervaskularisierter Tumorherd
subkapsulär links 03/2008 (Pfeile). b 06/08: Z. n. zweifacher TACE, Z. n. einmaliger LITT: vollständig nekrotisierter Tumorherd
links nach erfolgreicher Ablation nach LITT (Pfeil). c MR-kontrastmittelverstärkte MR-Bildgebung 08/2010. Durch TACE und
LITT vollständig nekrotisierter Tumorherd, der kein Kontrastmittel aufnimmt (Pfeile). Kein Lokalrezidiv, keine weitere Leber-
metastasierung im bisherigen Verlauf
1089
Der Onkologe 11 · 2010 |
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saum im Sinne einer Sicherheitszone zir-
kulär um den Tumorkern zu destruieren.
Empfohlen wird eine das Tumorgewebe
zu 360° umfassende Ablationszone von
ca. 1 cm.
Das Ausmaß des thermischen Scha-
dens hängt sowohl von der erreichten Ge-
webetemperatur als auch von der Dauer
der Erhitzung ab.
Der Zugang erfolgt perkutan mittels
Ultraschall-, CT- oder MRT-Steuerung
und Monitoring. Perkutane Eingriffe kön-
nen in Lokalanästhesie unter Monitoring
ambulant erfolgen. Ein wesentlicher Vor-
teil der RFA ist die Möglichkeit der Wie-
derholbarkeit aufgrund der geringen Be-
lastung der Patienten.
Im Rahmen der Therapiekontrolle fin-
det sich in den posttherapeutisch akqui-
rierten CT- und MRT-Bildern eine Ne-
krotisierung von Tumoren ohne Kontrast-
mittelaufnahme im Tumorgewebe [5, 6, 11,
12, 13, 37].
Komplikationen
In der aktuellen Literatur wird eine the-
rapiebedingte Mortalitätsrate von 0,1–
0,5% angegeben; die Rate der schwerwie-
genden Komplikationen liegt bei 2,2–3,1%
und die Rate der milden Komplikationen
bei 5–8,9%. Häufigste Ursachen für einen
Todesfall sind laut Literatur Sepsis, Leber-
versagen, Perforation des Kolons und ei-
ne Portalvenenthrombose. Als häufigs-
te Komplikationen werden intraperito-
neale Blutung, hepatischer Abszess, Gal-
lengangsverletzung, hepatische Dekom-
pensation und Verbrennungserschei-
nungen durch die Elektroden genannt.
Milde Komplikationen und Nebenwir-
kungen sind gewöhnlich vorübergehend
und selbstlimitierend. Eine selten vor-
kommende und spät auftretende Kompli-
kation der RFA kann eine Verschleppung
der Tumorzellen entlang des Stichkanals
sein. Die RFA gilt als eine relativ sichere
Methode. Dennoch sollte stets vor einer
solchen Therapieentscheidung eine sorg-
fältige Abwägung der Risiken und eines
möglichen Benefits für den einzelnen Pa-
tienten durch ein multidisziplinäres Team
im Rahmen eines Tumorboards erwogen
werden [6, 11, 24, 26, 27, 37].
Vergleichende Bewertung
und aktueller Stellenwert
Die RFA ist aktuell die am meisten zum
Einsatz kommende ablative Therapie-
option in der Behandlung von lokalisier-
ten Malignomen oder Metastasen der Le-
ber und Lunge.
Lencioni et al. [14] evaluierten die
Langzeitergebnisse von mittels RFA be-
Abb. 2 8 58-jähriger Patient mit Z. n. Tonsillenkarzinom. a PET-CT des mit MWA behandelten Patienten, mit dem bei Z. n.
Tonsillenkarzinom eine solitäre Lungenmetastase bei einem SUV von maximal 3,3 gesichert werden konnte (Pfeil). Der Durch-
messer des Lungenrundherds betrug ca. 1 cm. b Während der im Februar 2009 durchgeführten MWA erstelltes CT. Im Rah-
men dieser Therapiesitzung wurde eine Sonde mit 12 cm Länge über 10 min bei 45 W in den Tumor eingeführt und abladiert.
c CT 1 Tag nach Therapie mit flächiger Verdichtungszone, bei der es sich um die thermisch vollständig destruierte Lungen-
metastase handelt. d Im Juni 2010 erstelltes CT. Bei Z. n. mikrowelleninduzierter Nekrose lediglich als eine narbige Verände-
rung verbliebene Lungenmetastase. Somit befindet sich der Patient seit der MWA im Februar 2009 in vollständiger Remission
1091
Der Onkologe 11 · 2010 |
Page 7
handelten Lebermetastasen eines kolo-
rektalen Karzinoms bei 423 Patienten. Al-
le Patienten litten an ≤4 metachronen Me-
tastasen mit einer Größe von ≤5 cm. Eine
Resektabilität lag nicht vor, bzw. der Pati-
ent verweigerte eine Operation. Die Pati-
enten wurden bis zu 78 Monate lang beob-
achtet. Über diesen Zeitraum wurde ei-
ne lokale Tumorprogression in 25,1% al-
ler Tumorherde (132 von 525) festgestellt.
Das Gesamtüberleben lag bei 86% nach
einem, bei 47% nach 3 und bei 24% nach
5 Jahren.
Abdalla et al. gaben eine Studie heraus,
in der bei 418 Patienten mit Lebermetas-
tasen eines kolorektalen Karzinoms das
Überleben zwischen Patienten, die rese-
ziert wurden (n=190), RFA in Kombinati-
on mit Resektion (n=101), nur RFA (n=57)
oder Chemotherapie (n=70) zum Einsatz
kam, mit der chirurgischen Resektion ver-
gleichend bewertet wurde. Das Gesamt-
überleben bei Patienten, die mittels RFA
und Resektion bzw. nur mittels RFA be-
handelt wurden, war signifikant länger als
bei jenen, die mit systemischer Chemo-
therapie behandelt wurden. Das Gesamt-
überleben war nach Resektion am höchs-
ten. Die Vierjahresüberlebensraten nach
Resektion, RFA plus Resektion bzw. RFA
allein lagen bei 6 5%, 36%, bzw. 22%.
Da eine chirurgische Resektion oft
durch die Anzahl und Lokalisation der
Lebermetastasen limitiert ist, könnte
die RFA eine praktikable Alternative zur
Chirurgie bei nicht resektablen Patienten
und bei solchen mit rezidivierter, aber li-
mitierter Erkrankung darstellen.
Ähnliches gilt auch für die Behandlung
von Lungenmetastasen. Auch ist die Indi-
kation eine Anzahl von bis zu 3 Lungen-
metastasen pro Lungenflügel und eine
Größe von bis zu 3 cm im Durchmesser.
Indikation und Technik der
Mikrowellenablation (MWA)
Die MWA wurde erstmals von Tabuse
in den 70er Jahren angewendet und be-
schränkte sich zunächst auf die Behand-
lung des hepatozellulären Karzinoms.
Die Bedeutung der MWA in der Thera-
pie von Leber- und Lungenmetastasen
des kolorektalen Karzinoms, aber auch
des Mammakarzinoms wird zunehmend
größer, wenn Überlebensdaten mit jenen
nach einer Leberresektion als vergleichbar
angegeben werden. Durchgeführt wird die
MWA bei Lebertumoren über einen per-
kutanen, laparoskopischen oder laparoto-
mischen Weg. Im Falle eines perkutanen
Zugangswegs wie an der Leber und auch
an der Lunge erfolgt die Therapie unter
Lokalanästhesie.
Unter computertomographischer Kon-
trolle wird eine 14–16-G-Nadel in das Tu-
morgewebe eingeführt, wodurch die Mi-
krowellensonde das Zielgewebe erreicht.
Die Applikation der Mikrowellen mit ei-
ner Frequenz von 900–2450 MHz erfolgt
mit Hilfe eines Generators, für 5–10 min
mit einer Leistung von ca. 60–80 W. Die
längste berichtete Ablationsdauer liegt bei
ca. 25 min. Das Prinzip der Mikrowellen
beruht darauf, dass Wassermoleküle im
Gewebe zur Schwingung angeregt wer-
den. Dadurch entsteht Wärme und das
Gewebe um die Sonde herum wird er-
hitzt, sodass eine Koagulationsnekro-
se entsteht. Bei der Mikrowellenablation
können verschiedene Sonden- und An-
tennenarten unterschiedlicher Form an-
gewendet werden: Es werden Einzelson-
den zur Therapie von kleinen Tumoren
und multiple Sonden zur Therapie von
größeren Tumoren unterschieden. Die si-
multane Aktivierung der multiplen Son-
den hat gezeigt, dass größere und unifor-
mere Ablationszonen produziert werden
können. Hierdurch kann der Gebrauch
multipler einzelner Antennen in der Be-
handlung größerer Tumoren vermieden
werden. Dieses Prinzip reduziert theore-
tisch das Risiko einer Verschleppung von
Tumorzellen entlang des Sondenkanals.
Der Therapieerfolg wird wiederum
mittels CT- oder MRT-Bildern anhand
der posttherapeutisch fehlenden Kon-
trastmittelaufnahme bemessen. Sollten
kontrastmittelaufnehmende Tumorregio-
nen nachgewiesen werden, kann die Mi-
krowellenapplikation beliebig wiederholt
werden [17, 21, 36].
Komplikationen
Ong et al. werteten im Rahmen eines sys-
tematischen Reviews 20 Studien bezüg-
lich der angegebenen Komplikationen
und ihrer assoziierten Frequenz nach ei-
ner MWA für insgesamt 995 Patienten
aus. Postinterventioneller Schmerz für die
Dauer von Stunden bis Tage wird als die
am meisten dokumentierte Komplikation
angegeben. Dabei scheint der Schmerz-
grad mit einer oberflächlichen Lage des
Tumors in der Leber zuzunehmen. Fieber
war die zweithäufigste Komplikation und
trat in ca. 70% der Patienten auf, klang je-
doch innerhalb von 1–2 Tagen nach der
Intervention ab. Eine Gallengangsverlet-
zung wurde in 0–25,6% berichtet. Andere
häufig angegebene Komplikationen waren
Pleuraerguss, Pneumothorax, Leberabs-
zess, Hautverbrennung, Blutung und Tu-
morzellverschleppung entlang des Stich-
kanals. Erhöhte Komplikationsraten wa-
ren mit höherer Tumorherdanzahl, der
Größe der Tumoren sowie einer höheren
Anzahl von Mikrowellenantenneninserti-
on assoziiert [17, 21, 36].
Aktueller Standpunkt und
Indikationsfindung
Die MWA wird in der Literatur als eine
effektive Prozedur in der Therapie pri-
märer und sekundärer Lebermalignome
mit Überlebensraten vergleichbar denen
einer chirurgischen Resektion bewertet.
Allerdings gelten die Rezidivraten als hö-
her im Vergleich zu einer Resektion, die
nach wie vor Goldstandard in der Thera-
pie der Lebermetastasen ist. Gleichzeitig
gilt die MWA auch als eine sichere Me-
thode. In einer großen Anzahl der veröf-
fentlichten Studien werden relativ nied-
rige Komplikationsraten angegeben.
Die MWA sollte bei Patienten, die ei-
ner chirurgischen Therapie nicht zuge-
führt werden können, in Erwägung gezo-
gen werden. Sie stellt lediglich eine alter-
native Behandlungsoption bei Irresektabi-
lität und nicht einen Ersatz für die existie-
renden Interventionsmöglichkeiten dar.
Die Indikation zur MWA sollte in einem
multidisziplinären Konsil oder Tumor-
board nach sorgfältiger Abwägung ge-
stellt werden.
Ein Großteil der aktuell verfügbaren
Studien über den Einsatz der MWA bei
Lebermalignomen wurde retrospektiv
durchgeführt. Es fehlen v. a. prospektive,
randomisierte, klinische Studien, die ei-
nen Vergleich in der Sicherheit und Ef-
fektivität zwischen der MWA und ande-
ren ablativen Therapieoptionen herstellen
[1, 17, 21, 36].
1092| Der Onkologe 11 · 2010
Page 8
Klinisches Fallbeispiel für
die Mikrowellenablation
einer Lungenmetastase
Im Februar 2009 stellte sich ein Patient,
58 Jahre, Z. n. Tonsillenkarzinom, in un-
serem Institut mit der Fragestellung ei-
ner lokal ablativen Therapie mittels MWA
bei solitärer Lungenmetastasierung vor
(. Abb. 2). Eine initiale Bildgebung er-
folgte mittels PET-CT, in der ein hyperme-
taboler Lungenrundherd rechts basal mit
1 cm Durchmesser und einer SUV („stan-
dardized uptake value“) von maximal 3,3
als Lungenmetastase gesichert werden
konnte. Der Patient wurde einmalig mit-
tels MWA behandelt und stellt sich seither
im Intervall von 3 Monaten zu einer kon-
trastmittelgestützten CT-Kontrolle vor.
Fazit für die Praxis
F Indikation für die thermische Abla-
tion von malignen primären und se-
kundären Leber- und Lungenmetas-
tasen sind eine nicht resektable Situ-
ation, wenn der Patient eine chirur-
gische Resektion verweigert sowie
im Falle einer Kombinationsmöglich-
keit wie mit einer Resektion oder ei-
ner transarteriellen Chemoembolisa-
tion (TACE, „downsizing“, Devaskulari-
sation).
F Die Indikation zu einer thermischen
Ablation sollte stets in einem interdis-
ziplinären Tumorboard in Anwesen-
heit verschiedener Fachdisziplinen
(Chirurgie, Gastroenterologie, inter-
ventionelle Radiologie) besprochen
und gestellt werden.
F Vorteile einer thermischen Ablation
sind die beliebige Wiederholbarkeit
der Therapiesitzungen, solange kei-
ne technischen Limitationen auftre-
ten. Des Weiteren ist die minimale In-
vasivität, die ambulante Durchführ-
barkeit in Lokalanästhesie und die ge-
ringe Komplikationsrate zu nennen.
Korrespondenzadresse
Prof. Dr. T.J. Vogl
Institut für Diagnostische und Interventionelle
Radiologie, Universitätsklinikum Frankfurt/Main
Theodor-Stern-Kai 7, 60590 Frankfurt/Main
t.vogl@em.uni-frankfurt.de
Interessenkonflikt. Der korrespondierende Autor
gibt an, dass kein Interessenkonflikt besteht.
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DGHO, ESMO und AIO 2010:
DKG-Internetportal bietet
Orientierung für Ärzte
Die Kongressberichte des DKG-Internetpor-
tals geben Ärzten einen zeitnahen und kom-
pakten Überblick über neue onkologische
Entwicklungen in Forschung und Praxis.
So steht die Bewertung aktueller Studien
diesmal im Mittelpunkt der Berichterstattung
von der Gemeinsamen Jahrestagung der
Deutschen, Österreichischen und Schweize-
rischen Gesellschaften für Hämatologie und
Onkologie (DGHO) in Berlin. Im Fokus: häma-
tologische Tumoren, Mammakarzinom und
gastrointestinale Tumoren. Außerdem online:
Ein interdisziplinäres Expertengespräch zum
aktuellen Stand der Therapie des Multiplen
Myeloms. Vom Kongress der European Soci-
ety for Medical Oncology (ESMO) in Mailand
bietet das DKG-Portal Orientierung in den
aktuellen Diskussionen zu Mammakarzinom,
Bronchialkarzinom, gastrointestinalen Tumo-
ren und zur Uroonkologie. Unter anderem
werden folgende Themen vorgestellt: Zoled-
ronsäure in der adjuvanten endokrinen The-
rapie beim Mammakarzinom und die Ergeb-
nisse der RADIANT-Studien, die Everolimus
bei pNET und bei NET des Pankreas prüfen.
Aktuelles von der 7. Jahrestagung der Ar-
beitsgemeinschaft Internistische Onkologie
(AIO) in Berlin steht behandelnden Ärzten ab
Ende November online zur Verfügung.
Informationen zur aktuellen Kongressbericht-
erstattung unter
www.krebsgesellschaft.de/arzt
Fachnachrichten
1094| Der Onkologe 11 · 2010