[Ultrasound at the bedside: does a portable ultrasound device save time?].
ABSTRACT To prospectively determine whether the use of a portable ultrasound device results in a detectable reduction of the time required for acute ultrasound (US) assessment at the bedside.
A total of 125 patients underwent US at the bedside, among them 68 for abdominal assessment, 12 patients for chest or soft-tissue evaluation, and 45 patients with vascular disease. Five different US systems equipped with 3.5 MHz and 7.5 MHz wide-band transducers were compared in terms of overall examination time including transport, setting up and disassembling, switching on and off as well as initializing the device (but without writing of the report). The following ultrasound systems were used: the portable SonoSite 180 (SonoSite, Germany) as well as the mobile units Masters/Gateway 2000 (Diasonics, USA), Tosbee (Toshiba, Japan), PowerVision 7000 (Toshiba, Japan), and SONOLINE Elegra (Siemens AG, Germany).
The portable ultrasound device significantly reduced the examination time per patient to a mean 16 +/- 4 min from 26 +/- 5 min for the mobile units (p < 0.05). This result was predominantly affected by the time required for switching on and initializing the device as well as the duration of positioning at the bedside and to a lesser extent by elevator waiting time.
The overall time required for performing an ultrasound examination at the bedside can be considerably reduced if a portable device is used instead of a mobile system.
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Citations (0)
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Cited In (0)
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Sonographie am Krankenbett: Zeitgewinn durch
Nutzung eines tragbaren Ultraschallger?tes?
T. Fischer1
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D. Beyersdorff1
M. M?hler1
M. Bollow1
H. R. Badakhshi2
B. Hamm1
Ultrasound at the Bedside: Does a Portable Ultrasound Device Save Time?
Institutsangaben
1Institut f?r Radiologie, Charit? Campus Mitte, Medizinische Fakult?t der Humboldt-Universit?t zu Berlin
2Klinik f?r Strahlentherapie, Charit? Campus Mitte,Medizinische Fakult?t der Humboldt-Universit?t zu Berlin
Korrespondenzadresse
Dr. med. Th. Fischer · Institut f?r Radiologie · Charit? Campus Mitte ·
Medizinische Fakult?t der Humboldt-Universit?t zu Berlin · Schumannstraße 20/21 ·
10098 Berlin · Deutschland · Tel. 030/450 527082 · Fax 030/450 527911 · E-mail: thom.fischer@charite.de
eingereicht 27. Dezember 2001 · angenommen 2. Juli 2002
Bibliografie
Ultraschall in Med 2002; 23: 311–314 ? Georg Thieme Verlag Stuttgart · New York · ISSN 0172-4614
Zusammenfassung
Ziel: Mit dieser prospektiven Studie sollte gepr?ft werden, ob es
einen nachweisbaren Zeitvorteil in der sonographischen Diag-
nostik akuter Krankheitsbilder durch Nutzung eines tragbaren
Ultraschall-Ger?tes gibt. Material und Methode: 125 Patienten,
davon 68 Patienten mit Fragestellungen aus dem Bereich der Ab-
domendiagnostik, 12 Patienten aus dem Bereich der Thorax-
bzw. Weichteildiagnostik und 45 Patienten mit Fragestellung im
Bereich der Gef?ßdiagnostik wurden am Krankenbett unter-
sucht. 5 verschiedene Ultraschallsysteme, ausgestattet mit
3,5-MHz und 7,5-MHz-Breitbandschallkopf, wurden hinsichtlich
der Untersuchungszeit, d.h. Zeit f?r An- und Abfahrt, Auf- und
Abbau, Ein- und Abschaltung sowie Initialisierung des Ger?tes
(jedoch ohne Schreiben des Befundes) verglichen. Das tragbare
US-Ger?t SonoSite 180 (SonoSite, Deutschland) und die fahrba-
ren US-Ger?te Masters/Gateway 2000 (Diasonics, USA), Tosbee
(Toshiba, Japan), PowerVision 7000 (Toshiba, Japan), SONOLINE
Elegra (Siemens AG, Deutschland) kamen zum Einsatz. Ergeb-
nisse: Durch das tragbare US-Ger?t war im Vergleich zu den
fahrbaren Systemen eine signifikante Verk?rzung der Untersu-
chungszeit pro Patient von durchschnittlich 26?5min auf 16?
4min zu erzielen (p<0,05). Der Einfluss der Zeit zum Einschal-
ten und Initialisieren des Ger?tes sowie die Dauer der Ger?te-
positionierung am Patientenbett waren f?r dieses Ergebnis ent-
scheidender als die Fahrstuhlwartezeit. Schlussfolgerung: Wird
eine Sonographie am Patientenbett angefordert, spart die Ver-
wendung eines tragbaren Ger?tes erheblich Zeit im Vergleich zu
fahrbaren Ger?ten.
Schl?sselw?rter
Sonographie · Zeitgewinn · Tragbare Ultraschallger?te
Abstract
Aim: To prospectively determine whether the use of a portable
ultrasound device results in a detectable reduction of the time
required for acute ultrasound (US) assessment at the bedside.
Materials and Methods: A total of 125 patients underwent US
at the bedside, among them 68 for abdominal assessment,12 pa-
tients for chest or soft-tissue evaluation, and 45 patients with
vascular disease. Five different US systems equipped with
3.5MHz and 7.5MHz wide-band transducers were compared in
terms of overallexamination time including transport, setting up
and disassembling, switching on and off as well as initializing
the device (but without writing of the report). The following ul-
trasound systems were used: the portable SonoSite 180 (Sono-
Site, Germany) as well as the mobile units Masters/Gateway
2000 (Diasonics, USA), Tosbee (Toshiba, Japan), PowerVision
7000 (Toshiba, Japan), and SONOLINE Elegra (Siemens AG, Ger-
many). Results: The portable ultrasound device significantly re-
duced the examination time per patient to a mean 16?4min
from 26?5min for the mobile units (p<0.05). This result was
predominantly affected by the time required for switching on
and initializing the device as well as the duration of positioning
at the bedside and to a lesser extent by elevator waiting time.
Conclusion: The overall time required for performing an ultra-
sound examination at the bedside can be considerably reduced
if a portable device is used instead of a mobile system.
Key words
Ultrasound · time saving · portable ultrasound devices
Originalarbeit
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Die schnelle bildgebende Diagnostik akuterKrankheitsbilderwie
beispielsweise in einer interdisziplin?ren Rettungsstelle oder auf
einer Intensivstation ist eine Dom?ne der Ultraschalldiagnostik
(US). Die zeitliche Bemessung der Ultraschalluntersuchung
muss insbesondere unter dem aktuellen Kostendruck in Kliniken
als zentrales Thema angesehen werden [1,2]. Vorteil der Sono-
graphie in der Diagnostik akuter Krankheitsbilder gegen?ber an-
deren bildgebenden Verfahren ist vor allem die schnelle Diagno-
sefindung und Verf?gbarkeit der Methode. Der Einsatz moder-
ner US-Verfahren (Tissue Harmonic Imaging, Photopic Imaging
und die kontrastmittelverst?rkte Sonographie) f?hrte in den
letzten 10 Jahren ?ber eine Steigerung der Bildqualit?t zur
schnellen und effektiven Diagnosestellung [3–5].
Als realistischer Zeitbedarf f?r eine Oberbauchsonographie wer-
den in der aktuellen Literatur 25–30min angesehen, wobei die
reine Untersuchungszeit des Arztes 11,7–16,5min betr?gt
[1,2,6]. Erfolgt die Untersuchung am Krankenbett, verliert man
bisher reichlich Zeit bis zur Erhebung des entsprechenden Be-
fundes f?r Wartezeiten am Fahrstuhl und zeitaufwendige Posi-
tionierung fahrbarer Ger?te am Patientenbett (insbesondere auf
Intensiv- und ?berwachungsstationen). Weiterer Zeitverlust er-
gibt sich durch das Aufsuchen einer geeigneten Stromquelle so-
wie die lange Startroutine (= Boot-Zeit) mancher Ger?te.
ObwohlbeiderEntwicklungfahrbarerGer?temitentsprechender
Hard- und Software in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte
erzielt wurden, stellt der Zeitverlust durch die geschilderten Si-
tuationen unver?ndert ein Problem dar. Allgemeine Nachteile
vonHigh-End-Ger?tensindderlangsameundk?rperlichanstren-
gende Transport sowie das zeitaufwendige Positionieren des Ge-
r?tes am Patientenbett z.B. aufgrund multipler Monitoring- und
Dialyseger?te. Die Entwicklung von tragbaren Ultraschall (US)-
Ger?ten versprach hier einen Vorteil durch die leichte und hand-
liche Bedienung des Ger?tes, die schnelle Boot-Zeit, den leichten
Transport sowie die unproblematische Positionierung am Kran-
kenbett. Die Versorgung von Patienten am Krankenbett umfasst
in unserem Klinikum die ?rtlich getrennten 5 Intensivstationen,
denKreißsaal,dieinterdisziplin?reRettungsstellesowiedieAkut-
station bei Schlaganfallpatienten (stroke unit). Aufgrund der lan-
gen Wege von der Radiologie zu diesen Stationen und den da-
durch notwendigen Zeiten sollte die Zeitersparnis durch Einsatz
eines tragbaren US-Ger?tes im Vergleich zu den fahrbaren Ger?-
tenineinemZeitraumvon6Wochenermitteltwerden.
Ziel der vorliegenden Arbeit ist, die Frage zu beantworten, ob es
einen nachweisbaren Zeitvorteil in der Diagnostik akuter Krank-
heitsbilder bei Nutzung eines tragbaren Ultraschallger?tes ge-
gen?ber verschiedenen fahrbaren US-Systemen gibt.
Material und Methoden
125 konsekutive Patienten im Alter von 18 bis 78 Jahren (Alters-
mittel 54,7 Jahre), bei denen aufgrund unterschiedlicher Erkran-
kungen und Fragestellungen eine bed-side-Ultraschalldiagnostik
des Abdomens, des Thorax, der Weichteile und der Gef?ße ange-
fordertwurde(Tab.1), konntenimUntersuchungszeitraumvon6
Wochen in die Studie einbezogen werden. Die Untersuchungen
wurden im Bereich eines 20-Etagen-Hochhauses durchgef?hrt.
Hier erfolgt neben der ganzt?gigen Betreuung von 6 verschiede-
nen Intensivstationen (einschließlich stroke unit) und dem
Kreißsaal auch die US-Diagnostik im Bereich der interdisziplin?-
ren Rettungsstelle durch das Institut f?r Radiologie (Abb.1).
Insgesamt 4 Radiologen (alle Untersucher mit langj?hriger Er-
fahrung in der Sonographie) erfassten die Zeitdauer der Sonogra-
phie ohne Befundung mittels Stoppuhr, die Art des US-Ger?tes,
die Anzahl der Einzeluntersuchungen einschließlich des Anteiles
der Doppler- bzw. Power-Doppler-Untersuchungen, die Anzahl
der Patienten, die Zahl der Etagen sowie der unterschiedlichen
Stationen. Die Ergebnisse der fahrbaren Systeme wurden mit
dem des tragbaren US-Ger?tes verglichen.
US-Systeme
Die Untersuchungen fanden mit insgesamt 5 verschiedenen Ult-
raschallsystemen unter Einsatz eines 3,5-MHz- oder eines
7,5-MHz-Breitbandschallkopfes statt. Neben einem tragbaren
US-Ger?t SonoSite 180 (SonoSite GmbH, Erlangen, Deutschland)
kamen die fahrbaren US-Ger?te Masters/Gateway 2000 (Diaso-
nics, USA), Tosbee (Toshiba, Japan), PowerVision 7000 (Toshiba,
Abb.1
portwege entstehen durch Verteilung der Intensivstationen (IST), des
Kreißsaales und der Rettungsstelle auf insgesamt 4 Etagen, die ent-
fernteste Station ist die stroke unit in der 19. Etage.
Schematische Darstellung des Bettenhochhauses. Die Trans-
Tab.1
Hauptdiagnosen der untersuchten 125 Patienten
VerdachtsdiagnoseAnzahl
akutes Abdomen
- abdominelle Blutung/freie Fl?ssigkeit
- Appendizitis
- Cholecystitis
- Pankreatitis
- Ileus
Weichteile und Thorax
- Pleuraerguss
- infiziertes H?matom
Gef?ße
- Oberschenkelvenenthrombose
- Verschluss einer peripheren Arterie/Bypass
- Dialyseshuntverschluss
- Aortenaneurysma
68
24
8
15
8
13
12
10
2
45
26
12
3
4
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Japan) und das US-System SONOLINE Elegra (Siemens AG,
Deutschland) zum Einsatz.
Das US-Ger?t Tosbee war als einziges Ger?t nicht mit einem
Farb- oder Power-Doppler ausgestattet, das tragbare System So-
noSite verf?gte ?ber einen Power-Doppler, bei den ?brigen Ger?-
ten wurde bei entsprechender Fragestellung die farbkodierte
Duplexsonographie (FKDS) eingesetzt.
Untersuchungszeit
Die Untersuchungszeit (Einzelzeiten zusammengesetzt aus An-
und Abfahrt, Auf- und Abbau, Booten des Ger?tes, hands-on-Zeit
f?r B-Bild und Doppler-Sonographie, jedoch ohne Schreiben des
Befundes) wurde vom jeweiligen Untersucher mittels Stoppuhr
erfasst und dokumentiert.
Statistische Auswertung
Diese Daten der Untersuchungszeiten wurden dem Wilcoxon-
Test f?r unpaarige Stichproben unterzogen. Das geforderte Signi-
fikanzniveau betrug p<0,05.
Ergebnisse
Alle 125 Untersuchungen konnten hinsichtlich der Untersu-
chungszeit bei Einsatz des jeweiligen US-Ger?tes bewertet wer-
den. Insgesamt wurden 68 Untersuchungen mit dem tragbaren
US-System SonoSite 180 und 57 Untersuchungen mit fahrbaren
Ger?ten durchgef?hrt (n = 27 Masters/Gateway 2000, n = 14
Tosbee, n = 14 PowerVision 7000 und n = 2 SONOLINE Elegra)
(Abb.2).
Auf jeder Station wurden mit einem Besuch durchschnittlich 2
(minimal 1, maximal 4) Untersuchungen durchgef?hrt.
Boot-Zeit
Zun?chst wurde f?r jedes US-System die entsprechende Boot-
Zeit (Zeit vom Einschalten bis zur Untersuchungsbereitschaft,
ohne Eingabe von Patientendaten oder Auswahl von Untersu-
chungsmodi) bestimmt. Hier zeigte sich die geringste Boot-Zeit
f?rdas tragbareGer?t (SonoSite)mit 11s, gefolgtvondenfahrba-
ren Systemen Tosbee mit 13s, Masters/Gateway 2000 mit 90s,
PowerVision 7000 mit 240s und SONOLINE Elegra mit 300s.
Untersuchungszeit pro Patient mit und ohne
Farbdoppler-Einsatz
Bei der Bestimmung der Untersuchungszeit pro Patient mit Ein-
satz des Power- bzw. Farbdopplers zeigte sich, dass durch das
tragbare US-Ger?t (SonoSite) im Vergleich zu den fahrbaren Sys-
temen eine signifikante Verk?rzung der Untersuchungszeit von
durchschnittlich 26?5min auf 16?4min zu erzielen war
(p<0,05) (Abb.3). Da das US-System Tosbee nicht ?ber einen
Farb- oder Power-Doppler verf?gte, wurden die Daten dieses Ge-
r?tes (n = 14) hier nicht ber?cksichtigt.
SowohldaskleinefahrbareGer?tTosbee(17?5min)alsauchdas
tragbare Ger?t SonoSite (15?3min) zeigten eine signifikant k?r-
zereDauerderUntersuchungproPatientohneDopplereinsatzim
Vergleichzuden?brigenfahrbarenUS-Ger?ten(22?4min)ohne
Dopplereinsatz,p<0,05:DerZeitgewinnbeiNutzungdestragba-
ren US-Ger?tes im Vergleich zu den großen fahrbaren Systemen
betrugproPatientinunsererKliniksomitdurchschnittlich7min.
Die Ergebnisse in Bezug auf die Untersuchungszeit pro Patient
zwischen dem kleinen fahrbaren Ger?t Tosbee (Fahrstuhl) und
dem tragbaren Ger?t SonoSite (Treppenbenutzung) waren nicht
signifikant different. Im Vergleich dazu zeigte sich jedoch ein
signifikanter Unterschied beider Ger?te zu den ?brigen fahrba-
ren US-Systemen, p<0,05.
Einfluss des Farbdoppler-Einsatzes
Insgesamt 45 Patienten wurden mit FKDS bzw. Power-Doppler
untersucht, 19 Patienten mit dem tragbaren Ger?t und 26 mit
den fahrbaren Ger?ten. Die gesamte Untersuchungszeit wurde
durch die FKDS und den Power-Doppler um 3?1min beim trag-
baren Ger?t und 6?2min bei den fahrbaren Systemen verl?n-
gert. Die Untersuchung des Dialyseshuntverschlusses in 3 F?llen
und des Aortenaneurysmas in 4 F?llen wurde ausschließlich mit
den fahrbaren Systemen durchgef?hrt. Mit dem tragbaren Ger?t
wurden nur einfache dopplersonographische Fragestellungen
beantwortet. Die Untersucher ben?tigten pro Station durch-
schnittlich 28?6min bei Einsatz des tragbaren Ger?tes und
45?9min unter Verwendung der fahrbaren Ger?te, p<0,05.
Abb.2
baren US-Systems SONOLINE Elegra (240kg) im Vergleich zum leich-
ten tragbaren Ger?t SonoSite (2,4kg).
Darstellung (unterschiedlicher Maßstab) des schweren fahr-
Abb.3
doppler-Einsatz einschließlich Wegezeit, Boot-Zeit, Zeit f?r Installation
und hands-on-Zeiten (jedoch ohne Schreiben des Befundes). Im Ver-
gleich zu den High-End-Ger?ten war durch den Einsatz des tragbaren
US-Ger?tes eine Verk?rzung der Untersuchungszeit zu erzielen. Insbe-
sondere der Zeitaufwand f?r das Booten und die Installation war neben
der Wegezeit entscheidend.
Darstellung der Untersuchungszeit pro Patient mit Farb-
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Diskussion
Wird eine bed-side-Sonographie angefordert, spart die Verwen-
dungeines tragbaren oderkleinen mobilen Ultraschallger?tes er-
hebliche Zeit im Vergleich zum Einsatz großer fahrbarer US-Ge-
r?te.DerzeitlicheVorteilbasiertimWesentlichenaufEinsparun-
genbeiderBoot-ZeitunddemTransportderGer?tesowiederPo-
sitionierung des Ultraschallsystems am Krankenbett. Entgegen
den Erwartungen war keine Zeitersparnis durch die Treppen-
benutzung gegen?ber der Fahrstuhlbenutzung im Vergleich zu
dem kleinen fahrbaren Ger?t erreichbar. Die in der Studie aufge-
zeigten Anfahr- und Untersuchungszeiten sind eingeschr?nkt
auch auf andere Kliniken ?bertragbar, da die ?rtliche Trennung
zwischen den Sonographiestandorten und den Intensiv- bzw.
?berwachungsstationen vergleichbar ist. Betrachtet man die for-
malen Untersuchungszeiten pro Patient unabh?ngig von den zu
untersuchenden K?rperregionen, so wurden durchschnittlich
16min(UntersuchungszeitohneBefundung)f?rdastragbareUS-
Ger?t bestimmt und 26min f?r die fahrbaren US-Systeme. Wird
der Doppler-Einsatz nicht ber?cksichtigt, wurden durchschnitt-
lich 15min mit dem tragbaren System untersucht und 22min
mit den fahrbaren US-Systemen. Untersucht man pro Tag 5 Pa-
tienten auf der Station mit dem tragbaren Ger?t und ber?cksich-
tigt man mindestens 7min Zeitgewinn, so lassen sich pro Tag
35min einsparen. Durch diese Zeitersparnis in der Notfalldiag-
nostik bei Einsatz des tragbaren Ger?tes k?nnten zus?tzliche Pa-
tienten in der Tagesroutine untersucht werden. Die in dieser Stu-
die ermittelten Zeiten sind unter Ber?cksichtigung spezifischer
Anforderungen der bed-side-Sonographie auf der Station mit
Daten von Reuß und Teichgr?ber zu vergleichen [2,7], die eine
reine Untersuchungszeit am Patienten f?r einen Oberbauch-
statusvon6bis12minangebenbzw.inderSummationallerTeil-
schritte eine Zeit von 24 bis 30min bis zur Befunderstellung als
realistisch ansehen. Wie von Teichgr?ber et al. diskutiert [2],
muss auch die verbesserte Ger?tetechnik der letzten 10 Jahre be-
r?cksichtigt werden, die den 1985 angegebenen Zeitbedarf f?r
eine Oberbauchsonographie von 30–40min [6] relativiert.
Wenn man also pro Untersuchung ca. 30min ben?tigt, so kann
mandurchEinsatztragbarerGer?tezus?tzlich(durchdiegenann-
teZeitersparnisvon35minproTag)ca.1PatientenproTagundca.
200PatientenimJahr(bei200Arbeitstagen)untersuchen.W?rde
manf?reinekompletteOberbauchsonographie(Leberundmind.
3weitereOrgane)87,16Euro(Abrechnungf?rPrivatpatienten)be-
kommen, so ergibt sich eine Mehreinnahme, allein durch die zu-
s?tzlich untersuchten Routinepatienten, von 17430 Euro im Jahr.
BeieinemNeupreisdestragbarenGer?tesvonca.15000bis30000
Euro (je nach Ausstattung) h?tte sich das Ger?t in der Grundver-
sion bereits nach einem Jahr amortisiert. Zus?tzlich m?ssten die
Einnahmen durch die bed-side-Sonographie neben den geringen
Kosten(Drucker,Strometc.)Ber?cksichtigungfinden.
Nachteile von High-End-Ger?ten gegen?ber den tragbaren Ger?-
ten sind der langsame und k?rperlich anstrengende Transport,
das zeitaufwendige Positionieren des Ger?tes am Patientenbett
sowie lange Boot-Zeiten. Vorteile sind insbesondere die bessere
und damit schnellere Befunderkennung durch den gr?ßeren Mo-
nitor sowie die M?glichkeit eines sofortigen Bildausdruckes. Das
tragbare Ger?t mit kleinem LCD-Monitor wies dagegen keine
M?glichkeit eines sofortigen Bildausdruckes am Patientenbett
auf. Die M?glichkeit einer komfortablen digitalen Speicherung
und die Nachbetrachtung am entsprechenden Monitor bzw. die
Weiterentwicklung der LCD-Monitore der tragbaren Systeme
k?nnte diesen Nachteil in Zukunft ausgleichen. Der Einsatz kon-
trastoptimierender Techniken, wie z.B. THI und Day-Light-Sono-
graphie (Photopic?), war beim tragbaren Ger?t nicht m?glich.
Der in der vorliegenden Studie ermittelte Zeitgewinn bei Nut-
zung eines tragbaren US-Ger?tes im Vergleich zu den großen
fahrbaren Systemen in der Notfalldiagnostik stellt vor dem Hin-
tergrund eines zunehmenden Kostendruckes in den Kliniken ei-
nen wichtigen ?konomischen Aspekt dar, wenn die diagnosti-
sche Ausbeute ausreichend relevant ist.
Ausblick
Durch tragbare Ger?te ist die Bearbeitung einfacher Fragestel-
lungen sowie die schnelle orientierende Untersuchung in einer
Notfallsituation bereits Realit?t, gerade hier ist der Zeitvorteil
entscheidend. Nachteile der tragbaren Ultraschallger?te wie z.B.
ein Verlust an Bildqualit?t war nicht Gegenstand der vorliegen-
den Arbeit, hier k?nnten weiterf?hrende Arbeiten die Parameter
Bildqualit?t oder Treffsicherheit der Diagnose zwischen unter-
schiedlichen Ultraschallger?ten evaluieren. Auf Ultraschallbilder
wurde bewusst verzichtet, da kein Patient doppelt untersucht
wurde und der direkte Vergleich eines digital gespeicherten Bil-
des und der Pr?sentation auf einem LCD-Monitor nicht mit ei-
nem Papier-Ausdruck oder einem auf einer Festplatte gespei-
cherten Bild m?glich war. Aufgrund des subjektiven Empfindens
der 4 erfahrenen Untersucher unserer Arbeit kann eingesch?tzt
werden, dass die Beantwortung auch schwieriger Fragestellun-
gen wie z.B. die Choledocholithiasis m?glich ist, nat?rlich ist
hier die Interaktion zwischen kompetenter klinischer Fragestel-
lung und Erfahrung des Untersuchers unabh?ngig von der tech-
nischen Ausstattung der Ger?te zu beachten. Bei Fragestellungen
mit Einsatz der Doppler-Sonographie wurde von den Untersu-
chern eher das fahrbare System genutzt.
Die im Ausblick aufgezeigten Fragestellungen k?nnten Gegen-
stand weiterer Studien sein.
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Fischer Tet al. Sonographie am Krankenbett… Ultraschall in Med 2002; 81: 311–314
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