Zeitschrift für ArbeitsmarktForschung

Publisher Springer Verlag

Description

Die vierteljährlich erscheinende Hauszeitschrift des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) versteht sich als das zentrale wissenschaftliche Forum der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung in der Bundesrepublik Deutschland. Hier werden die Forschungsergebnisse des IAB der Öffentlichkeit vorgestellt. Daneben stehen Beiträge von externen Autoren, die auf diesem Fachgebiet arbeiten. Entsprechend dem Arbeitsauftrag des IAB kommt der Empirie eine hervorragende Rolle zu. Aber auch Theorie- und Methodenfragen finden eine angemessene Berücksichtigung. Die MittAB bietet ein Forum für Analysen zur Entwicklung und Struktur von Beschäftigung und Arbeitslosigkeit. Themen sind u.a.: · Auswirkungen des Wirtschaftsstrukturwandels auf dem Arbeitsmarkt · Wandel der Arbeitsgesellschaft · Qualifikation und Beruf · Wirkung von Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik · Anpassungsprozesse auf dem ostdeutschen Arbeitsmarkt · Entwicklungen von regionalen und internationalen Arbeitsmärkten · Beschäftigungsprobleme besonderer Personengruppen und betriebliche Aspekte des Arbeitsmarktes Darüber hinaus liefert die MittAB in der "Chronik zur Arbeitsmarktpolitik" einen umfassenden und informativen Überblick über aktuelle arbeitsmarktpolitische Vorgänge. In speziellen Schwerpunktheften kommentierten namhafte Experten aktuelle oder besonders in der Diskussion stehende Themen.

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Publications in this journal

  • Article: Germany—No Country for Old Workers?
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    ABSTRACT: The employment situation of older workers in Germany used to be poor. However, in recent years it has improved considerably. Germany has shifted its policies to strengthen the labor market performance of older workers. Policy has focused on less early exits of older workers and far-reaching institutional changes concerning public pension schemes and unemployment benefit systems. A better overall development of the labor market and an increased labor force participation of women contributed to the more favorable employment situation of older workers. Nevertheless, we still observe severe problems for certain groups of older workers. The older workers are and the lower their skill level is the weaker is their labor market integration. If older persons are already unemployed they will experience severe difficulties to (re-)enter the labor market. In order to become actually a country for old workers the issue of employability needs much more attention. Such a strategy relies on continuous skill improvement as well as a healthy environment and does not only address older workers but also younger workers facing a prolonged working life. Die Beschäftigungssituation älterer Arbeitnehmer ist in Deutschland nach wie vor nicht zufriedenstellend. Sie hat sich jedoch in den letzten Jahren deutlich verbessert. Seit geraumer Zeit unternimmt die Politik erhebliche Anstrengungen, um die Arbeitsmarktposition Älterer zu stärken. Die Maßnahmen zielten darauf, vorzeitige Übertritte in den Ruhestand zu verringern und speziell für Ältere Arbeitsanreize durch Arbeitsmarkt- und Rentenreformen zu erhöhen. Begünstigt wurde die Beschäftigungssituation der Älteren durch die sich insgesamt verbessernde Arbeitsmarktlage sowie die allgemein wachsende Erwerbsbeteiligung von Frauen. Nichtsdestoweniger sind weiterhin Arbeitsmarktprobleme für Ältere unübersehbar. Je älter sie sind und je geringer ihre Qualifikation ausfällt, desto niedriger ist deren Arbeitsmarktpartizipation. Sind ältere Arbeitnehmer erst einmal arbeitslos, haben sie nur eine geringe Chance auf einen Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt. Um zu einer weiteren und nachhaltigen Verbesserung der Beschäftigungssituation älterer Arbeitnehmer zu kommen, ist der längerfristigen Beschäftigungsfähigkeit mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Die dafür erforderlichen Ansätze umfassen Maßnahmen des lebenslangen Lernens und des gesunden Alterns und betreffen nicht nur die Älteren selbst, sondern gerade auch Jüngere mit einer verlängerten Lebensarbeitszeit.
    Zeitschrift für ArbeitsmarktForschung 05/2012; 44(4):363-376.
  • Article: Re-conceptualizing career success: a contextual approach
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    ABSTRACT: Career success has hitherto been conceptualized in ways that make its operationalization difficult to distinguish from other properties of the person, such as job satisfaction or remuneration. We argue that this is because these conventional operationalizations neglect the “career” dimension of career success. We introduce aperspective on career studies, Social Chronology Theorizing (SCrT), which in our understanding provides aricher view of career success. It calls for contextualization, pointing to the need to understand both the structure of the social space within which careers unfold and the complexity of condition, since both change over time. SCrT suggests that the measurement of career success requires pattern and narrative analysis rather than single-index measures. Bisherige Operationalisierungen von Karriereerfolg machen es relativ schwierig, dieses Konstrukt von anderen personenbezogenen Charakteristika wie Arbeitszufriedenheit oder finanzieller Erfolg zu unterscheiden, da das ihnen zugrundeliegende Verständnis von Karriereerfolg den „Karriereaspekt“ von Karriereerfolg vernachlässigt. Daher schlagen wir eine Perspektive für die Karriereforschung – Social Chronology Theorizing (SCrT) – vor, die eine umfassendere Sichtweise von Karriereerfolg erlaubt. Sie erfordert eine Kontextualisierung und weist auf die Notwendigkeit hin, bei der Analyse von Karrieren sowohl die Struktur des sozialen Raums, in dem sich Karrieren entfalten, als auch die Komplexität der jeweiligen personenbezogenen Zustände zu verstehen, beides veränderlich über die Zeit. SCrT legt nahe, dass die Messung von Karriereerfolg Musteranalysen und narrative Analysen an Stelle von Einzelindizes erfordert.
    Zeitschrift für ArbeitsmarktForschung 05/2012; 43(3):251-260.
  • Article: Die IAB-Erhebung des gesamtwirtschaftlichen Stellenangebots – Inhalte, Daten und Methoden
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    ABSTRACT: Der vorliegende Beitrag stellt die Erhebung des gesamtwirtschaftlichen Stellenangebots (EGS) vor. Von großem Wert sind ihre Daten vor allem deshalb, weil in den empirischen Analysen zum Matching am Arbeitsmarkt die Such- und Entscheidungsprozesse der Arbeitgeberseite bisher wenig beleuchtet werden. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass das gesamtwirtschaftliche Stellenangebot weder strukturell noch quantitativ durch die administrativen Daten beschrieben werden kann. Zudem gibt es außerhalb der EGS weder in Deutschland noch in einem anderen Land regelmäßige, gesamtwirtschaftlich repräsentative und so umfängliche Befragungen zum Verlauf von Stellenbesetzungen. Diese können im Detail analysiert werden, ebenso Stellenbesetzungsversuche, die erfolglos abgebrochen werden mussten. Quartalsweise werden außerdem Anzahl und Struktur der offenen Stellen ermittelt und veröffentlicht; die EGS ist die einzige Quelle für diese Informationen in Deutschland. Mit ihren vielfältigen Daten, die teils bis weit in die 90er Jahre zurückreichen, kann die Erhebung entscheidend zu einer Erweiterung der makroökonomischen Arbeitsmarktforschung beitragen, was durch die Freigabe der Daten forciert wird: Ab dem Jahr 2011 werden die einzelnen Befragungswellen externen Wissenschaftlern Schritt für Schritt über das Forschungsdatenzentrum des IAB zugänglich gemacht. This article introduces the German job vacancy survey (EGS). Its data are valuable because employers’ recruitment processes and decisions are little-noticed through the empirical literature on matching processes on the labour market. This is due to the fact that administrative data on job openings do not cover the total number, neither in their structure nor in their extend. Furthermore, beside the EGS there are no such regular, representative and comprehensive surveys concerning the recruiting processes in Germany or elsewhere. Those processes can be analysed in detail, such as recruiting processes that were cancelled. The number and structure of open positions are published quarterly and the EGS is the only source for such information in Germany. The time series of the manifold data mostly go back to the early 90ies and can therefore contribute crucially to the expansion of macroeconomic labour market research. This is accelerated by the release of the data: From the year 2011 onwards, the waves of the survey will be opened to external scientists one after another by the Research Data Centre of the Federal Employment Agency at the Institute for Employment Research.
    Zeitschrift für ArbeitsmarktForschung 05/2012; 44(3):245-260.
  • Article: More than just one labor market cycle in Germany? An analysis of regional unemployment data
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    ABSTRACT: We analyze unemployment dynamics for Germany on a regional basis by means of an approximate factor model. We first estimate the number of factors corresponding to the number of cycles. At least for the pre-“Hartz” reform data we find strong evidence for more than just one dynamic labor market cycle present in German regions. Thus, labor market dynamics are driven by more than a single nationwide business cycle. Next, we look for regional partitions reflecting the different cycles best. Our results indicate pronounced differences between East and West Germany for 1997 to 2004 and ongoing but reduced differences between 2005 and 2010. Aconvergence process is found to have taken place up until late 2001. There is evidence for the differences observed before 2004 to be driven by active labor market policy, which thus had a volatility-increasing effect on the labor market. Wir analysieren die Dynamik der Arbeitslosigkeit in Deutschland auf regionaler Ebene mittels eines approximativen Faktormodells. Zunächst schätzen wir die Anzahl der Faktoren, die mit den Zyklen in der Entwicklung der Arbeitslosenzahlen korrespondieren. Zumindest für die Zeit vor den “Hartz IV”-Reformen zeigen die Daten deutlich die Präsenz von mehr als einem dynamischen Arbeitsmarktzyklus in den Landkreisen Deutschlands. Das bedeutet, dass der deutsche Arbeitsmarkt von mehr als einem bundesweiten Konjunkturzyklus bestimmt ist. Anschließend betrachten wir regionale Partitionen, die die unterschiedlichen Zyklen bestmöglich widerspiegeln. Unsere Ergebnisse deuten auf starke Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland zwischen 1998 und 2004 hin, die sich zwischen 2005 und 2010 verringern, aber qualitativ bestehen bleiben. Ein Konvergenzprozess kann bis Ende 2001 beobachtet werden. Es kann angenommen werden, dass die Unterschiede, die vor 2004 beobachtet werden, durch aktive Arbeitsmarktpolitik verursacht wurden, die somit einen volatilitätssteigernden Effekt auf den Arbeitsmarkt hatte. KeywordsApproximate factor model–Regional distribution–Labor market cycles
    Zeitschrift für ArbeitsmarktForschung 04/2012; 44(3):279-292.
  • Article: A research note on the determinants and consequences of outsourcing using German data
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    ABSTRACT: Using German data from the Institute for Employment Research Establishment Panel, this paper constructs two main measures of outsourcing and examines their determinants and consequences for employment. There are some commonalities in the correlates of the two measures of outsourcing, as well as agreement on the absence of adverse employment effects across all industries. For one specification, however, some negative effects are reported for manufacturing industry, balanced by positive effects for the services sector for another. But there are no obvious indications of survival bias. This is because the association between outsourcing and plant closings is predominantly negative, albeit poorly determined. Auf der Basis der Daten des IAB-Betriebspanels werden in dem Papier zwei Outsourcing- Indikatoren gebildet und die Determinanten dafür sowie die Beschäftigungseffekte untersucht. Beide Indikatoren weisen Gemeinsamkeiten bei den Korrelationen mit anderen Variablen auf. In keinem Fall zeigen sich in unseren Regressionsmodellen für alle Wirtschaftszweige negative Beschäftigungseffekte. Bei einer Modellspezifikation werden jedoch negative Beschäftigungseffekte für das Verarbeitende Gewerbe, aber auch positive Beschäftigungseffekte für den Dienstleistungssektor bei einer anderen Modellspezifikation ermittelt. Wir finden auch keine Hinweise auf Verzerrungen, die durch das Überleben der Betriebe bestimmt sind. Dies liegt daran, dass für die Beziehung zwischen Outsourcing und Betriebsschließungen ein im Wesentlichen negativer Zusammenhang besteht, der allerdings nur schwach ausgeprägt ist. KeywordsOutsourcing–Organizational change–Employment change–Plant closings–Value added
    Zeitschrift für ArbeitsmarktForschung 04/2012; 44(3):231-244.
  • Article: Determinanten der Outplacement-Gewährung: Ergebnisse einer theoriegeleiteten empirischen Analyse
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    ABSTRACT: In Zeiten massiven Personalabbaus erfreuen sich Outplacement-Leistungen wachsender Beliebtheit. Das empirische Wissen zu Fragen der Outplacement-Gewährung ist jedoch begrenzt. Im vorliegenden Beitrag werden Ergebnisse einer Befragung von über 1.000 Unternehmen präsentiert, die systematisch Aufschluss gibt über den Einsatz extern bezogener Outplacement-Leistungen in Deutschland sowie über die Determinanten der Outplacement-Gewährung. In unserem Beitrag rekurrieren wir dabei in Anlehnung an Pull (2008) auf verschiedene Logiken der Outplacement-Gewährung und schließen hieraus auf die Determinanten der Gewährung von Outplacement-Leistungen. Im Anschluss werden die Hypothesen mit empirischer Evidenz konfrontiert. Die durchgeführte Logit-Analyse zu den Determinanten der Outplacement-Gewährung liefert Unterstützung für eine finanzwirtschaftliche Argumentation, nach der die Gewährung von Outplacement-Leistungen zu unmittelbaren und direkten Kosteneinsparungen an anderer Stelle führt, sowie dafür, dass Outplacement-Leistungen als Rekrutierungsinstrument eingesetzt werden. Effizienzlohntheoretische und verhandlungsbasierte Erklärungsansätze der Gewährung von Outplacement-Leistungen erfahren hingegen keine Unterstützung in den Daten. In times of massive employment reduction, outplacement services are increasingly popular. However, the empirical knowledge of the provision of outplacement services is limited. In our paper we present the results of an original survey of more than 1,000 German firms that systematically renders information on the use of externally provided outplacement services in Germany as well as on the determinants of outplacement provision. Theoretically we recur on the work by Pull (2008) who unfolds different rationales of outplacement provision, and derive implications for the determinants of outplacement provision. In asecond step the implications from theory are confronted with empirical evidence. Our empirical analysis renders support for an accounting-based logic of outplacement provision according to which the provision of outplacement services is motivated by immediate and direct cost savings, as well as for asignalling based logic where firms use the provision of outplacement services as asignal to future job applicants. Implications based on gift exchange theory as well as those based on collective bargaining do not find support in the data.
    Zeitschrift für ArbeitsmarktForschung 04/2012; 42(2):155-169.
  • Article: Young beneficiaries’ routes off benefits through labour market integration: the case of Germany
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    ABSTRACT: The study explores routes off benefits through labour market integration for young adults in Germany. Policies for young people are focused on a rapid integration into employment or training to prevent long-term benefits dependency. The causes of long-term benefits receipt can be related to poor labour market opportunities. But in political and public discourse, long-term benefits dependency is most widely regarded as the consequence of young adults’ low labour supply. The article examines the labour market transitions of 650 beneficiaries aged 18 to 24. The analysis combines survey data on beneficiaries in Germany and longitudinal register data for 2005 to 2007. Though most of the young adults surveyed enter employment or vocational training, a high percentage continues to receive benefits. Long-term benefits receipt is related to low levels of qualifications and young parenthood; there is no evidence for young people resigning themselves to benefits receipt. Die Studie geht der Frage nach, welche jungen Arbeitslosengeld-II-Empfänger mit Aufnahme einer Erwerbstätigkeit oder Ausbildung den Leistungsbezug beenden können. In der Grundsicherung für Arbeitssuchende wird ein besonderer Fokus auf die Förderung unter 25-Jähriger gelegt; Ziel ist, mit einer möglichst schnellen Integration in Ausbildung oder Beschäftigung einem Langzeitbezug im späteren Erwachsenenalter vorzubeugen. In der öffentlichen und politischen Diskussion in Deutschland wird vor allem argumentiert, dass Langzeitbezug von Arbeitslosengeld II auf die geringe Erwerbsbereitschaft von jungen Erwachsenen zurückzuführen sei. Dennoch kann längerer Arbeitslosengeld-II-Bezug auch durch geringe Arbeitsmarktchancen von benachteiligten jungen Erwachsenen entstehen. Die Studie betrachtet die Übergänge von rund 650 18- bis 24-jährigen Arbeitslosengeld-II-Empfängern in Ausbildung und Beschäftigung auf Basis von Befragungsdaten und Längsschnittdaten der Arbeitsverwaltung für die Jahre 2005 bis 2007. Die Ergebnisse zeigen, dass zwar die meisten der betrachteten jungen Erwachsenen im Beobachtungszeitraum eine Arbeit oder Ausbildung aufnehmen und dennoch viele von ihnen weiterhin auf Arbeitslosengeld II angewiesen sind. Längerer Leistungsbezug betrifft vor allem junge Erwachsene mit geringen Qualifikationen und junge Eltern. Darüber hinaus zeigen sich für den betrachteten Zeitraum keine Hinweise, dass sich die jungen Erwachsenen im Leistungsbezug einrichten. Keywordswelfare–unemployment–young adulthood–duration analysis
    Zeitschrift für ArbeitsmarktForschung 04/2012; 44(3):261-278.
  • Article: The implications of subjective career success
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    ABSTRACT: The present study examined the relationship between employees' ability to achieve subjective success and their work attitudes. Four dimensions of subjective success were measured: fulfilling work, financial rewards, recognition, and authority. Hierarchical regression models predicting job satisfaction, commitment, and turnover were examined. Objective indicators of success (organizational level, promotions, and salary) were included as control variables along with importance scores and achievement scores for the success criteria. Results indicate that an employee's achievement of fulfilling work is the strongest predictor of their attitudes towards the job and organization. Together, the achievement of the four success criteria explained significantly more variance in attitudes than objective indicators of success or success criteria importance. Die vorliegende Studie untersucht den Zusammenhang zwischen subjektivem Erfolgserleben und verschiedenen Arbeitseinstellungen (Arbeitszufriedenheit, organisationale Bindung, Wechselabsicht) bei einer Stichprobe von IT-Beschäftigten. Vier Facetten subjektiven Berufserfolgs wurden gemessen: erfüllende Arbeit, Erleben finanziellen Erfolgs, Erleben von Anerkennung und Erleben von Einfluss. In hierarchischen Regressionsanalysen wurden objektive Erfolgskriterien (hierarchische Ebene, Beförderungen, Gehalt), die Wichtigkeit der vier Facetten subjektiven Berufserfolgs und das Erreichen dieser vier Facetten auf ihren Einfluss auf die drei Arbeitseinstellungen untersucht. Es zeigte sich, dass die objektiven Erfolgskriterien und die Wichtigkeit der subjektiven Kriterien keinen Einfluss hatten, während das Erreichen insbesondere erfüllender Arbeit und ferner das Erleben finanziellen Erfolgs sehr bedeutsam waren. KeywordsCareers-Subjective success-Employee attitudes-High technology SchlüsselwörterKarriere-Subjektiver Erfolg-Einstellungen der Mitarbeiter-Technologie
    Zeitschrift für ArbeitsmarktForschung 04/2012; 43(3):219-229.
  • Article: Heterogenität der Beschäftigungsdynamik und Segmentierungsphänomene auf dem deutschen Arbeitsmarkt
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    ABSTRACT: Der Artikel präsentiert empirische Ergebnisse und Schlussfolgerungen zur Frage der betriebliche Mobilität von Arbeitnehmern und ihrer Determinanten vor dem Hintergrund verschiedener ökonomischer Theorien und unter Berücksichtigung der Institutionen des deutschen Arbeitsmarktes. Ziel ist es insbesondere, diejenigen Teilbereiche des Arbeitsmarktes zu identifizieren, die besonders dynamisch oder die besonders inflexibel sind. Schlussfolgerungen betreffen einerseits die Personalpolitik der Betriebe, andererseits gezielte Förderungen zur Integration von Arbeitslosen in stabile Erwerbsverhältnisse. This paper presents recent empirical evidence on the extent and determinants of employment dynamics and job mobility, building on economic theory and German labor market institutions. In particular, it identifies dynamic and immobile segments of the labor market. Conclusions are drawn with respect to companies’ personnel policies, as well as to public policy aimed at integrating the unemployed into stable employment relationships.
    Zeitschrift für ArbeitsmarktForschung 04/2012; 44(1):103-109.
  • Source
    Article: Beschäftigungswirkungen von Lohnsubventionen und Mindestlöhnen – Zur Reform des Niedriglohnsektors in Deutschland
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    ABSTRACT: In diesem Beitrag werden die Beschäftigungswirkungen von Lohnsubventionen und eines Mindestlohnes für Deutschland analysiert. Studien zum Mindestlohn im Baugewerbe und Simulationen zu einem allgemeinen Mindestlohn weisen einhellig auf Beschäftigungsverluste durch einen gesetzlichen Mindestlohn für die Bundesrepublik hin. Die Größenordnung hängt vom Mindestlohnniveau, Gütermarktreaktionen und der Reichweite des Mindestlohnes (Einschluss Auszubildender, geringfügig Beschäftigter) ab. Bei einem Mindestlohn von 7,5 € pro Stunde und elastischer Güternachfrage schätzen wir einen Gesamtverlust von ca. 220.000, insbesondere geringfügig Beschäftigten. Evaluationen bestehender Lohnsubventionen finden nur geringe Arbeitsanreizeffekte. Im Beitrag wird alternativ der aufkommensneutral gestaltete „Beschäftigungsbonus“, der geringe Stundenlöhne und nicht niedrige Erwerbseinkommen subventioniert, betrachtet. Dieser würde ein zusätzliches Arbeitsangebot von ca. 80.000 Personen bzw. ein zusätzliches Stundenangebot von etwa 420.000 Vollzeitäquivalenten induzieren. In Kombination mit einem allgemeinen Mindestlohn wären arbeitnehmerseitige Lohnsubventionen ineffektiv. Die Simulationsergebnisse zeigen, dass in diesem Fall arbeitgeberseitige Lohnsubventionen die infolge des Mindestlohnes gestiegenen Arbeitskosten kompensieren und Beschäftigungsverluste im Niedriglohnbereich teilweise verringern können. In this contribution employment effects of wage subsidies and a minimum wage are analyzed for Germany. Existing studies for the construction sector and simulations of a statutory minimum wage unanimously point to employment losses of a general minimum wage for Germany. The magnitude of the negative employment effects depends on the minimum wage level, reactions on the goods market and the coverage of the minimum wage (inclusion of apprentices, marginally employed). For a minimum wage of 7.5€ per hour we estimate a total employment loss of 220,000 individuals, mostly in jobs not covered by social security. Evaluations of existing wage subsidies in Germany find only minor labor supply incentives. Here, the revenue-neutral “employment bonus” which subsidizes small hourly wages and not low wage incomes is considered. The “employment bonus” would induce an increased labor supply of 80,000 persons at the extensive and 420,000 full-time equivalents at the intensive margin. If an employee-oriented wage subsidy is combined with a statutory minimum wage its labor supply effects were rendered ineffective. Simulation results show that in this case employer-oriented wage subsidies could compensate higher wage costs and partially diminish employment losses induced by the minimum. SchlüsselwörterNiedriglohnsektor–Lohnsubvention–Mindestlohn
    Zeitschrift für ArbeitsmarktForschung 04/2012; 44(1):181-195.
  • Article: Mehr Ungleichheit durch kleinere Haushalte? Der Zusammenhang zwischen Veränderungen der Haushaltsstruktur und der Einkommensverteilung in Deutschland
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    ABSTRACT: In den letzten 20 Jahren ist die Einkommensungleichheit in Deutschland kontinuierlich gestiegen. Gemeinhin wird dies als Ausdruck für einen Anstieg der Lohnungleichheit gedeutet, was wiederum zu Rückschlüssen auf veränderte Verhandlungsmacht von Arbeitnehmern dient. Weitgehend vernachlässigt wird dagegen die Rolle von Veränderungen der Haushaltsstruktur. Gesellschaftliche Trends wie Geburtenrückgang und steigendes Scheidungsrisiko wirken sich auf das Pro-Kopf-Einkommen in Haushalten aus und damit auf die Einkommensverteilung, selbst wenn sich an den gezahlten Löhnen nichts ändert. Das Ziel des vorliegenden Beitrags besteht in einer Quantifizierung des Anteils veränderter Haushaltsstrukturen an der Zunahme der Ungleichheit. Es zeigt sich, dass der Anstieg der Ungleichheit in der Vergangenheit tatsächlich deutlich stärker von demografischen Trends getrieben wurde als von Veränderungen der Löhne. Darüber hinaus lässt sich feststellen, dass ein bedeutsamer Teil dieses Anstiegs durch sozialstaatliche Eingriffe kompensiert wird. Income inequality in Germany has been increasing continuously during the past 20 years. In general, this is understood as an increase in inequality of wages due to changes in bargaining power of employees. However, the role of changing household structure is widely neglected. Societal trends like a decline in birth rate and an increase in the risk of divorce affect per capita incomes, which has repercussions for the income distribution even if wages remain constant. The aim of this paper is to quantify the proportion of changing household structures in the increase in inequality. We find that the rise in inequality was indeed more due to demographic trends rather than changes in wages. Moreover, a large part of this increase is compensated by the welfare state. SchlüsselwörterDemografie–Einkommensungleichheit–Dekomposition–Haushaltsstrukturen–SOEP
    Zeitschrift für ArbeitsmarktForschung 04/2012; 43(4):327-338.
  • Article: Beschäftigung zwischen Mobilität und Stabilität: Empirische Befunde und wirtschaftspolitische Folgerungen
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    ABSTRACT: Ziel dieses Beitrags ist, einen Überblick über unsere neueren Forschungsergebnisse zum Spannungsfeld der Beschäftigung zwischen Mobilität und Stabilität – aus individueller und betrieblicher Sicht sowie unter Berücksichtigung institutioneller Einflüsse – zu geben. Die vorgestellten Arbeiten gehen stärker als die bisherige Literatur auf die Interaktionen zwischen Individuum und Betrieb ein. Die Ergebnisse lassen sich vier Projektschwerpunkten zuordnen. Erstens identifizierte eine Anzahl von Studien individuelle, betriebliche und gesamtwirtschaftliche Determinanten der Beschäftigungsstabilität. Zweitens wurde die Bedeutung von Löhnen und Zufriedenheit auf Arbeitsplatzwechsel untersucht. Die Befunde zeigen unter anderem, dass höhere Arbeitsplatzsicherheit und höhere Löhne in Deutschland Hand in Hand gehen; allerdings lassen sich auch Hinweise auf kompensierende Lohndifferentiale finden. Ein dritter Schwerpunkt analysiert die Bedeutung von Institutionen für die Beschäftigungsstabilität. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass die Beschäftigung in Betrieben, die Tarifverträge anwenden, stabiler ausfällt, während betriebliche Bündnisse zumindest mittelfristig keine positiven Beschäftigungswirkungen hatten. Schließlich ging ein vierter Projektteil der Wirkung von Eingliederungszuschüssen auf Löhne und Beschäftigungsdauer nach. Dabei zeigte sich, dass geförderte Beschäftigungsverhältnisse bei ungefähr gleich hohen Einstiegslöhnen länger andauern. The objective of this paper is to present a short survey of our new research results to mobility and stability of employment on a micro level. This area of conflict is analyzed from an individual and a firm’s perspective, taking institutional issues into account. More than previous studies, we investigate interactions between individual and firm side issues. The results can be assigned to four subsections. First, individual, firm and macroeconomic determinants of employment stability are identified. Second, the relevance of wages and job satisfaction for job changes is investigated. In addition to other findings, the results show for Germany that high job stability and high wages go hand in hand. There exist also unobserved determinants which operate as compensating wage differentials. Third, the impact of institutions on job mobility is analysed. The outcome demonstrates that employment in firms with a collective agreement is more stable than in other firms, while company level pacts are not very successful in stabilizing employment at least in the medium term. Fourth, the effects of wage subsidies on wages and employment duration are investigated. The analysis shows that subsidised workers stay significantly longer at their first employer than similar unsubsidised workers, while entry wages do not differ significantly between both groups. SchlüsselwörterBeschäftigungsstabilität–Betriebszugehörigkeitsdauer–Arbeitsplatzwechsel, Löhne–Arbeitszufriedenheit–Tarifverträge–Öffnungsklauseln–Eingliederungszuschüsse
    Zeitschrift für ArbeitsmarktForschung 04/2012; 44(1):91-102.
  • Article: Evaluation sozialpolitischer Reformen
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    ABSTRACT: Dieser Beitrag illustriert die Evaluation sozialpolitischer Regeländerungen anhand von zwei Reformen, die Eingriffe in die Rechte der Arbeitgeber und Arbeitnehmer vornahmen. Kausale Effekte der Reformen werden anhand von Kontrollgruppen-Ansätzen ermittelt (hier Differenz-von-Differenzen-Schätzungen). Die Ergebnisse zeigen, dass Eingriffe des Staates in den Arbeitsmarkt neben den gewollten positiven unterstützenden Effekten – im einen Fall für Kranke im anderen Fall für Eltern – auch negative Effekte haben. Die Verpflichtung des Arbeitgebers, einem abwesenden Arbeitnehmer 100 Prozent statt 80 Prozent des Lohnes zu bezahlen, erhöht die durchschnittlichen Abwesenheitstage vom Arbeitplatz von ca. 6 auf ca. 8 Tage (Abweichungen je nach Spezifikation; einige Schätzungen liefern sogar noch etwas größere Effekte), ohne das subjektive Gesundheitsempfinden der Arbeitnehmer nachweislich negativ zu beeinträchtigen. Die Verpflichtung des Arbeitgebers, Eltern bis zu 3 Jahre den Arbeitsplatz auch bei Abwesenheit zu garantieren, reduziert die Weiterbildung für junge Frauen, die der Arbeitgeber selbst anordnet. This paper illustrates the evaluation of changes in social policy regulations with respect to two reforms that strengthened the rights of either employers or employees. Causal effects of the reform are based on control group designs (difference-in-differences estimates). The results show that interventions of the state in the labor market also have negative effects—besides the desired supportive/distributional effects for sick people in one case and for parents in the other. The regulation that the employer has to pay an absent sick worker 100 instead of 80 percent of the wage increases the average days of absence from work from about 6 to 8 days (estimates vary by specification, some estimates even exhibit higher effects), without significantly negatively affecting subjective health indicators. The regulation that demands employers to guarantee comparable employment to a parent even after 3 years of absence reduces employer-arranged training for young women. KeywordsSick pay–Maternity leave–Health–Training
    Zeitschrift für ArbeitsmarktForschung 04/2012; 44(1):205-213.
  • Article: Flexibilität und Anpassungsfähigkeit von Beschäftigten mit dualer Berufsausbildung
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    ABSTRACT: Dieser Beitrag liefert eine Übersicht über zwei Studien, in denen die Mobilität von Erwerbstätigen untersucht wird, die ihre Ausbildung im Rahmen des dualen Ausbildungssystems gemacht haben. Die theoretische Grundlage beider Studien bildet der Humankapital- und Suchtheorieansatz unter der Annahme variierender Berufsinhalte über die Zeit. Mit Hilfe von Regressionsanalysen wird gezeigt, dass Berufsmobilität positiv mit dem individuellen Lohn korreliert ist. Dabei hängt der Korrelationsgrad von der inhaltlichen Ähnlichkeit des Ausbildungs- und Erwerbsberufs und der Freiwilligkeit der Entscheidung eines Berufswechsels ab. Die Ähnlichkeit des Ausbildungs- und Erwerbsberufs wird anhand des tätigkeitsbasierten Ansatzes gemessen. Die Auswertung der Berufswechsel in West- und Ostdeutschland nach der Wiedervereinigung 1990 führt zu einer wichtigen Erkenntnis: die meisten Berufswechsel in Ostdeutschland nach 1990 brachten hohe Lohneinbußen mit sich. Dieser negative Effekt der Anpassung der Beschäftigungsstruktur wirkt langfristig nach, da er auch nach ca. 10 Jahren noch feststellbar ist. Insgesamt deuten die empirischen Ergebnisse darauf hin, dass das während der Ausbildung akkumulierte Humankapital zwischen unterschiedlichen Berufen transferierbar ist. We examine the occupational and wage mobility of employees with a vocational training degree obtained in the German dual system of apprenticeship training. The conceptual framework is based on the human capital theory and the search theory under the assumption of variation in occupational contents over time. The regression analysis shows that occupational changes are positively correlated with individual wages. It provides evidence that the degree of correlation depends on the similarity between the content of occupation in which the individual was trained and the kind of occupation in which the individual was employed at the time of the survey. Further, it shows that the voluntariness of occupational change also contributes to the degree of correlation. We measure the similarity of occupational contents with the task-based approach. In contrast to the results for West Germany, occupational changes in East Germany after reunification are associated with wage penalties. This negative wage effect is persistent and can be observed even 10 years after the occupational change. The general results suggest that human capital which was accumulated during apprenticeship training, is transferable across different occupations.
    Zeitschrift für ArbeitsmarktForschung 04/2012; 44(1):127-134.
  • Article: Betriebliche Personalpolitik bei heterogenen Arbeitsmärkten
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    ABSTRACT: Der Beitrag zeigt auf, welche Flexibilisierungspotentiale sich heutzutage für Unternehmen ergeben, um auf die stetig ansteigenden Anforderungen an alle Arbeitsmarktakteure und die damit verbundene Heterogenisierung des Arbeitsmarkts reagieren zu können. Dabei wird die betriebliche Nachfrage nach zwei Personengruppen, nämlich weiblichen und älteren Arbeitskräften, besonders in den Blick genommen. Unsere Ausführungen fokussieren sich zudem auf zwei unternehmerische Handlungsfelder, die aus unserer Sicht die meisten Flexibilisierungspotentiale bieten: die Weiterqualifikation der Beschäftigten und die Nutzung flexibler Beschäftigungsverhältnisse in Form von Leiharbeit und befristeten Verträgen. Basierend auf Analysen umfangreicher Unternehmens- und Individualdatensätze können wir zeigen, dass die Veränderungen des technologischen und organisatorischen Wandels zum Vorteil von Frauen sowie jüngeren Arbeitnehmern, jedoch zum Nachteil der Männer und älterer Arbeitnehmer auszufallen scheinen. Der Einsatz von Weiterbildung, befristeten Verträgen und Leiharbeit zeigt positive Effekte, sowohl für die Unternehmen wie auch die Beschäftigten. Die vorgestellten Ergebnisse ermöglichen es Unternehmen, effektiver auf eventuelle demografische und arbeitsangebotsbedingte Engpässe reagieren zu können. The objective of this paper is to analyse the flexibility opportunities of firms to respond to increasing labour market requirements and heterogeneity. Thereby, we focus on two groups of workers and two kinds of management events. The two groups of workers are female and older workers, while continuous training and the use of flexible working contracts (i.e. fixed-term employment, temporary agency work) represent our two kinds of management events. On the basis of large individual- and firm-level data sets we find evidence in line with a gender-biased technological and organisational change in favour of female workers and an age-biased technological and organisational change at the expense of older workers. Furthermore, the use of continuous training, fixed-term contracts and temporary agency workers appears to be beneficial for both labour market participants, i.e. firms and workers. Our results enable firms to respond more effectively to labour markets shortages caused by demographic developments or labour supply changes.
    Zeitschrift für ArbeitsmarktForschung 04/2012; 43(4):319-325.
  • Article: Behindern Flächentarifverträge eine betriebliche Differenzierung der Entlohnung?
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    ABSTRACT: Der vorliegende Beitrag beleuchtet die Rolle der Tarifbindung für die Anpassungsfähigkeit von Löhnen an firmenspezifische Erfordernisse. Die empirische Evidenz auf Basis deutscher Linked Employer-Employee Daten deutet daraufhin, dass unter Flächentarifverträgen die individuelle Entlohnung weitgehend von der betriebsspezifischen Ertragssituation entkoppelt ist. Eine differenziertere Betrachtung der Bedeutung der Frequenz von Ertragsveränderungen zeigt jedoch, dass die Inflexibilität von Löhnen vor allem durch die Insensitivität der Entlohnung gegenüber kurzfristigen Schocks determiniert wird. Im Hinblick auf die Reaktion auf langfristige Veränderungen der betrieblichen Ertragslage lässt sich zumindest für größere Betriebe eine Anpassungsfähigkeit der Entlohnung nachweisen. Zudem zeigt eine nähere Betrachtung der Bedeutung der Branchenheterogenität, dass die Wettbewerbsnachteile, die sich infolge der zentralisierten Lohnfindung für schwächere Unternehmen ergeben, in den Tarifverhandlungen in Form von niedrigeren Tarifabschlüssen in heterogeneren Branchen a-priori berücksichtigt werden. This article studies the role of collective bargaining coverage for the relationship between wages and firm-specific performance. The empirical evidence based upon German linked employer-employee data provides support for the hypothesis that industry-level contracts suppress firm wage differentials that arise from firm-specific profitability conditions. Addressing the role of the frequency of shocks to firm performance, the evidence further suggests that the insensitivity of wages to firm-specific productivity fluctuations is mainly driven by the insulation of wages from transitory shocks. For permanent shocks, however, the evidence points to somewhat more flexible wages as—at least at large employers—wages are found to significantly respond to permanent productivity fluctuations. As to the role of firm heterogeneity in a given industry, the empirical results also show that under industry-level bargaining workers in more heterogeneous sectors receive lower wages than workers in more homogeneous sectors. This may be interpreted as evidence that centralised unions internalise negative implications of a compressed industry wage structure for below-average performing firms.
    Zeitschrift für ArbeitsmarktForschung 04/2012; 44(1):155-161.
  • Article: Anstieg der Lohnungleichheit, Rückgang der Tarifbindung und Polarisierung
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    ABSTRACT: Zielsetzung dieser Arbeit ist eine zusammenfassende Darstellung und Diskussion der Entwicklung der Lohnungleichheit in Deutschland. Insbesondere wird hierbei der Rückgang der Tarifbindung als mögliche institutionelle Ursache für die Entwicklungen des Arbeitsmarkts seit den 1990er Jahren in Betracht gezogen. Gleichzeitig greift die Arbeit die Polarisierungshypothese auf. Die Lohnungleichheit ist seit Mitte der 1990er Jahre über den gesamten Bereich der Lohnverteilung stark angestiegen. Der Anstieg der Lohnungleichheit zwischen 2001 und 2006 lässt sich nur zu einem kleinen Teil durch den starken Rückgang der Tarifbindung erklären. Als sehr bedeutender Erklärungsfaktor für den Anstieg der Lohnungleichheit können die Veränderungen der Lohnunterschiede zwischen und innerhalb der Wirtschaftszweige identifiziert werden. Diese zunehmende Lohnflexibilisierung erfolgt sowohl im tarifgebundenen wie auch im nicht tarifgebundenen Bereich. Der Rückgang von Routinetätigkeiten ist eine plausible Erklärung für die Polarisierung der Beschäftigung in Deutschland. Seit den 1990er Jahren ist jedoch keine Polarisierung der Entlohnung in Deutschland festzustellen. This article aims at describing and discussing the development of wage inequality in Germany in relation to the decline in collective wage bargaining, as this could be the institutional cause for the development since the 1990s. At the same time, the polarization hypothesis is discussed. Wage inequality has been strongly increasing over the entire wage distribution since the 1990s. The rise in wage dispersion between 2001 and 2006 can barely be explained by the strong decline in collective bargaining coverage. Instead, changing wage differentials across and within industries are the main explanation for the rise in wage inequality. This increasing wage flexibility is observed both among industries covered by collective bargaining and among those not covered. Polarization in employment in Germany can be explained by the decline in routine tasks. In contrast, there is no evidence of a polarization of wages in Germany since the 1990s. SchlüsselwörterLohnverteilung–Tarifbindung–Dekomposition–Polarisierung KeywordsWage distribution–Collective bargaining–Decomposition–Polarization
    Zeitschrift für ArbeitsmarktForschung 04/2012; 44(1):15-27.

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